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Qualifiziertes Arbeitszeugnis anfordern: Anspruch und Inhalt

Aktualisiert am 26. September 2026 · 12 Min. Lesezeit · Professionell Bewerben

Qualifiziertes Arbeitszeugnis: ein ausgedruckter Lebenslauf und ein Zeugnis auf Firmenbogen nebeneinander auf einem hellen Holzschreibtisch, daneben ein Füller und eine Lesebrille.

Kurz zusammengefasst

Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis bestätigt, was Sie wie lange getan haben, und beurteilt zusätzlich Ihr Verhalten und die Leistungen in dieser Zeit. Der Beitrag zeigt die Bausteine in ihrer Reihenfolge, was bei Führungsverantwortung zusätzlich hineingehört, wie Sie das Arbeitszeugnis verlangen und mit eigenen Stichpunkten vorbereiten und woran der nächste Leser in wenigen Minuten erkennt, ob Arbeitszeugnis und Lebenslauf dieselbe Position beschreiben.

Inhaltsverzeichnis
  1. Warum Sie den Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis am Ende des Arbeitsverhältnisses selbst geltend machen müssen
  2. Einfaches und qualifiziertes Arbeitszeugnis im Vergleich nach Jahren in Führung
  3. Die Bausteine eines qualifizierten Arbeitszeugnisses in ihrer Reihenfolge
  4. Wer das Arbeitszeugnis beim nächsten Arbeitgeber liest und was er im Zeugnis sucht
  5. Zwei Formulierungen einer Aufgabenbeschreibung
  6. Was das Arbeitszeugnis einer Führungskraft zusätzlich enthalten muss
  7. Wie Sie ein Arbeitszeugnis anfordern, die Frist nennen und die Zeugniserstellung vorbereiten
  8. Der nächste Schritt: Ein gutes Arbeitszeugnis nennt dieselbe Verantwortung wie Ihr Lebenslauf

Warum Sie den Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis am Ende des Arbeitsverhältnisses selbst geltend machen müssen

Die kurze Antwort: Sie müssen das Zeugnis beim Arbeitgeber ausdrücklich verlangen. Auf Führungsebene muss es Ihre Verantwortung außerdem so konkret beschreiben, dass ein Leser sie nachprüfen kann.

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben Sie als Arbeitnehmer gemäß § 109 GewO einen gesetzlichen Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Die Gewerbeordnung kennt zwei Stufen. Ein einfaches Arbeitszeugnis enthält lediglich das gesetzliche Minimum, also Angaben zu Art und Dauer der Beschäftigung. Im Gegensatz zum einfachen Arbeitszeugnis bewertet die zweite Stufe auch Ihre Leistungen und Ihr Sozialverhalten. Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, der Arbeitgeber schuldet es aber nur, wenn Sie es verlangen. Wer nichts sagt, bekommt die Grundstufe. Ob das Beschäftigungsverhältnis durch Kündigung, Aufhebungsvertrag oder Befristung endet, spielt für den Anspruch keine Rolle. Den Überblick über Zeugnisarten, Aufbau und typische Fehler gibt der Beitrag zum Arbeitszeugnis im Überblick.

Das fertige Zeugnis landet später neben Ihrem Lebenslauf auf dem Schreibtisch eines Personalberaters oder Geschäftsführers, der beide Unterlagen nebeneinanderlegt und dafür wenige Minuten hat. Was sucht er in diesen Minuten?

Einfaches und qualifiziertes Arbeitszeugnis im Vergleich nach Jahren in Führung

Kurz: Die Grundstufe ist rechtlich einwandfrei. Der Personalberater liest ihr Schweigen zur Leistung trotzdem als Aussage.

Das einfache Zeugnis besteht aus wenigen Zeilen. Es nennt Ihre Position, den Zeitraum und meist die Aufgaben in Stichworten. Kein Wort zur Leistung, kein Wort zum Verhalten gegenüber Kollegen und Kunden, keine Schlussformel. Für einen Werkstudenten nach drei Monaten ist das üblich. Für einen Bereichsleiter nach acht Jahren wirkt es wie eine Lücke, die jemand bewusst gelassen hat.

Der Personalberater kennt den Anspruch und weiß, dass der Arbeitgeber auf Verlangen ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ausstellen muss. Liegt trotzdem nur die Grundstufe vor, bleiben ihm zwei Erklärungen. Entweder hat der Kandidat versäumt, die zweite Stufe zu verlangen, oder der Arbeitgeber fand zu Leistung und Verhalten nichts, was sich wohlwollend formulieren ließ. Nachfragen wird der Personalberater selten, weil auf demselben Stapel der nächste Kandidat mit vollständigen Unterlagen liegt.

Wer noch im Arbeitsverhältnis steht, kann den Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis noch geltend machen, am besten ohne Streit. Wer den Anspruch gerichtlich durchsetzen muss, bekommt am Ende selten ein Zeugnis, das nach einem Abschied im Einvernehmen klingt. Eine Grundstufe aus einer früheren Station lässt sich Jahre später dagegen kaum nachbessern, weil die Beurteiler von damals gewechselt haben und niemand mehr sagen kann, wie Sie gearbeitet haben. Umso mehr Gewicht trägt dann das Zeugnis der letzten Station.

Die Bausteine eines qualifizierten Arbeitszeugnisses in ihrer Reihenfolge

Kurz: Vom Briefbogen bis zur Unterschrift folgt jedes Arbeitszeugnis einem festen Aufbau, in dem ein fehlender Baustein schon beim Überfliegen auffällt.

Aufbau und Inhalt in dieser Reihenfolge schreibt kein Gesetz vor. Die Reihenfolge ist in Arbeitszeugnissen so verbreitet, dass jede Abweichung auffällt. Das Gesetz regelt nur die Formulierung. Das Zeugnis muss klar und verständlich formuliert sein und darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die den Zweck haben, eine andere als die aus Wortlaut und äußerer Form ersichtliche Aussage zu treffen. Ein vollständiges Arbeitszeugnis umfasst neun Bausteine, die Zufriedenheitsformeln kommen weiter unten.

BausteinWas hineingehörtWorauf Führungskräfte achten
Überschrift„Arbeitszeugnis“ auf dem Briefbogen des UnternehmensDer Briefbogen nennt das Unternehmen, für das Sie gearbeitet haben, mit Anschrift und Logo
EinleitungName, Geburtsdatum, Beschäftigungsdauer, zuletzt ausgeübte PositionDie Positionsbezeichnung entspricht der im Lebenslauf. Beförderungen stehen mit Datum
UnternehmensbeschreibungBranche, Größe, Standorte in zwei bis drei SätzenDie Größe des Unternehmens ordnet Ihre Verantwortung ein. Ohne sie bleibt ein Bereich mit 200 Mitarbeitenden abstrakt
Positions- und AufgabenbeschreibungVerantwortungsbereich, Aufgaben, Berichtslinie, Projekte, BeförderungenFührungsspanne, Budget, Berichtslinie und Standorte als Zahlen. Ergebnisse vor Tätigkeiten
LeistungsbeurteilungFachliche Kompetenz, Arbeitsweise, Belastbarkeit, Arbeitserfolg, GesamtbeurteilungEin eigener Absatz zur Führungsleistung, getrennt vom fachlichen Teil
VerhaltensbeurteilungSozialverhalten, also das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitenden, bei Bedarf auch gegenüber Kunden und GeschäftspartnernAlle drei Gruppen in dieser Reihenfolge. Fehlen die Mitarbeitenden, fehlt bei einer Führungskraft die wichtigste
BeendigungsformelDatum des Austritts, auf Wunsch der Anlass, etwa auf eigenen Wunsch oder im besten EinvernehmenDer Anlass steht nur drin, wenn er für Sie spricht
SchlussformelDank, Bedauern über das Ausscheiden, Zukunftswünsche wie „weiterhin viel Erfolg“Üblich und vom Leser erwartet, ohne gesetzlichen Anspruch, außer sie ist vereinbart
Ort, Datum, UnterschriftAusstellungsdatum nahe am Austritt, Unterschrift mit Name und FunktionWer unterschreibt, sagt dem Leser, wer Sie beurteilt hat. Bei einer Führungskraft ist das jemand über ihrer Ebene

In dieser Reihenfolge liest sich das Ganze in einer Minute, weil der Leser weiß, wo er die Wertung findet. Er blättert zur Aufgabenbeschreibung, dann zur zusammenfassenden Leistungsbeurteilung, dann zur Schlussformel. Die Zeit dazwischen gehört dem Vergleich mit dem Lebenslauf.

Bei der zusammenfassenden Bewertung hält er kurz inne, weil dort die Note steckt. Die Formulierungen im qualifizierten Arbeitszeugnis liest die Personalpraxis dort wie eine Schulnote. Gute Leistungen heißen in dieser Zufriedenheitsformel „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“. Was darunter liegt, klingt für Laien fast gleich.

FormulierungEntspricht der Note
„stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“sehr gut
„stets zu unserer vollen Zufriedenheit“gut
„zu unserer vollen Zufriedenheit“befriedigend
„zu unserer Zufriedenheit“ausreichend
„im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit“mangelhaft

Die vollständige Entschlüsselung, auch der Einzelmerkmale und der Schlussformel, steht im Beitrag zum Prüfen und Entschlüsseln des Arbeitszeugnisses.

Wer das Arbeitszeugnis beim nächsten Arbeitgeber liest und was er im Zeugnis sucht

Kurz: Der Personalberater liest das Arbeitszeugnis als Gegenprobe zu dem, was Sie selbst über Ihre Verantwortung geschrieben haben.

Ein Personalberater hat Ihren Lebenslauf schon gelesen, wenn er das Zeugnis öffnet. Er weiß, dass Sie als Leiter Vertrieb ein Team über mehrere Länder geführt haben, weil Ihr Lebenslauf für Führungskräfte das auf der ersten Seite sagt. Das Arbeitszeugnis informiert ihn aus der Sicht des Unternehmens, das Sie verlassen. Steht dort in derselben Größenordnung, was er schon weiß, ist die Prüfung nach kurzer Zeit vorbei. Steht dort etwas Kleineres, liest er den Lebenslauf noch einmal, jetzt mit anderem Blick. Ob ein Arbeitszeugnis gut ist, entscheidet auf dieser Ebene deshalb weniger die Note als die Größenordnung.

Zwei Formulierungen einer Aufgabenbeschreibung

Kurz: Von sich aus liefert eine Personalabteilung meist eine Tätigkeitsbeschreibung als Liste, selten eine Verantwortung mit Größenordnung.

Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen, wie es im Arbeitszeugnis eines Abteilungsleiters Produktion stehen könnte. Beide Fassungen folgen auf Einleitung und Unternehmensbeschreibung, der Name ist also schon gefallen. Die erste stammt aus der Stellenbeschreibung.

„Er leitete die Abteilung Produktion. Zu seinen Aufgaben gehörten die Planung und Steuerung der Fertigung, die Personaleinsatzplanung, die Einhaltung der Qualitätsvorgaben, die Abstimmung mit Einkauf und Logistik sowie die Mitwirkung an Investitionsentscheidungen.“

Jeder Satz ist richtig, und der Leser weiß danach so viel wie vorher. Wie groß die Abteilung war, an wen er berichtete, was er mit dem Budget getan hat und ob am Ende seiner Zeit etwas anders lief als am Anfang, steht nicht da. Die Liste passt auf einen Schichtleiter mit zwölf Leuten genauso wie auf einen Werkleiter.

„Er leitete die Abteilung Produktion mit etwa 40 Mitarbeitenden in drei Schichten und berichtete direkt an die Werkleitung. Er verantwortete ein Kostenbudget von rund 6 Millionen Euro im Jahr sowie die Investitionsplanung für den Maschinenpark. In seiner Zeit stellte er die Fertigung von zwei auf drei Schichten um, senkte den Ausschuss um etwa ein Viertel und baute zwei Schichtleiter zu seinen Stellvertretern auf.“

Diese Fassung ist kaum länger und genau dort detailliert, wo der Leser vergleicht. Die Personalabteilung schreibt sie allerdings nur, wenn ihr jemand die Zahlen liefert. Woher sie kommen, zeigt der Abschnitt über die eigenen Stichpunkte.

Was das Arbeitszeugnis einer Führungskraft zusätzlich enthalten muss

Kurz: Das Zeugnis einer Führungskraft braucht die Führungsverantwortung in Zahlen, einen eigenen Abschnitt zur Führungsleistung und die Mitarbeitenden in der Verhaltensbeurteilung.

In die Aufgabenbeschreibung gehören die Zahl der Mitarbeitenden, das Budget, die Berichtslinie und die Standorte. Disziplinarische und fachliche Führung halten Sie dabei auseinander, weil eine Matrixorganisation mit 120 fachlich zugeordneten Mitarbeitenden etwas anderes ist als ein Bereich mit 120 direkt unterstellten.

Die fachliche Bewertung reicht auf dieser Ebene nicht, weil sie beschreibt, wie Sie selbst gearbeitet haben, während derjenige, der eine Führungsposition besetzt, wissen will, wie andere unter Ihnen gearbeitet haben. Ein eigener Abschnitt zur Führungsleistung und zum Führungsverhalten nennt, wie Sie Mitarbeitende geführt und entwickelt haben, wen Sie aufgebaut haben und wie Sie Veränderungen durch die Organisation getragen haben, etwa die Umstellung der Schichten aus dem Beispiel oder die Zusammenlegung zweier Standorte.

Die Verhaltensbeurteilung nennt Vorgesetzte, Kollegen und Mitarbeitende in dieser Reihenfolge. Was Stellenanzeigen Soft Skills nennen, steht hier als Sozialverhalten. Fehlt die dritte Gruppe bei einer Fachkraft, fällt es kaum auf. Eine Führungskraft wird an genau dieser Gruppe gemessen.

Für Geschäftsführer gilt der gesetzliche Anspruch auf ein Arbeitszeugnis nicht unmittelbar, weil sie in der Regel keine Arbeitnehmer im Sinne der Vorschrift sind. Dass ein qualifiziertes Arbeitszeugnis dieselben Bausteine braucht, ändert sich dadurch nicht, der Weg dorthin führt über den Anstellungsvertrag und die dienstvertraglichen Regeln. Den Sonderfall behandelt der Beitrag zum Prüfen und Entschlüsseln des Arbeitszeugnisses in einem eigenen Abschnitt.

Wie Sie ein Arbeitszeugnis anfordern, die Frist nennen und die Zeugniserstellung vorbereiten

Kurz: Verlangen Sie die zweite Stufe per Mail oder Brief, liefern Sie eigene Stichpunkte zu Verantwortung und Ergebnissen mit und nutzen Sie den Zeitpunkt, an dem Ihr Vorgesetzter Sie noch beurteilen kann.

Verlangen Sie die Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses per Mail oder Brief, damit später niemand darüber streiten muss, ob Sie nur die Grundstufe wollten. Ein Satz genügt, in dem Sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verlangen, das Ihre Leistung und Ihr Verhalten bewertet, und den Termin nennen, zu dem Sie es brauchen, etwa das Ende des Arbeitsverhältnisses. Mit Ihrer Einwilligung darf der Arbeitgeber es auch in elektronischer Form erteilen.

Wer das Arbeitszeugnis schreiben muss, meist die Personalabteilung, bindet Sie häufig in die Erstellung ein und bittet um Stichpunkte oder gleich um einen Entwurf, weil niemand dort Ihre Verantwortung so genau kennt wie Sie. Bleibt die Bitte aus, schicken Sie die Stichpunkte unaufgefordert mit. Was Sie liefern, sind die Zahlen aus dem Abschnitt zuvor, also Führungsspanne, Budget, Berichtslinie und Standorte, dazu drei bis fünf Ergebnisse mit Größenordnung und die Projekte, die im Unternehmen jeder kennt. Die wertenden Sätze überlassen Sie dem Arbeitgeber, oder Sie formulieren sie selbst in der üblichen Zeugnissprache.

Der Zeitpunkt zählt mehr als die Formulierung. Planen Sie die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz oder bekommen Sie einen neuen Vorgesetzten, können Sie ein Zwischenzeugnis verlangen, solange die Person im Haus ist, die Ihre Arbeit beurteilen kann. Eine eigene gesetzliche Vorschrift dafür gibt es nicht, nach der Rechtsprechung gilt ein solcher Anlass aber als triftiger Grund. Manche Tarifverträge und Arbeitsverträge sehen ein solches Zeugnis zusätzlich ausdrücklich vor. Mit denselben Bausteinen wird es später meist zur Vorlage für das Endzeugnis.

Bewerben Sie sich außerhalb des deutschen Sprachraums, braucht das Dokument eine Fassung, die ein Leser ohne Kenntnis der deutschen Zeugnisformeln einordnen kann. Worauf es dabei ankommt, beschreibt der Beitrag zum Arbeitszeugnis auf Englisch für Führungskräfte.

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Experten-Tipp

Ich empfehle, die Stichpunkte für den Arbeitgeber gleich so zu schreiben, wie sie im Zeugnis stehen werden, in der dritten Person und in der Vergangenheit. Personalabteilungen übernehmen Sätze, die sie ohne Umformulieren einsetzen können, und kürzen, was ihnen Arbeit macht. Aus einer Stichwortliste wird dabei selten ein Absatz mit Zahlen.

Christina Becker

Executive Recruiting & LinkedIn-Branding Expertin

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Christina Becker, Executive Recruiting & LinkedIn-Branding Expertin bei Professionell Bewerben

Der nächste Schritt: Ein gutes Arbeitszeugnis nennt dieselbe Verantwortung wie Ihr Lebenslauf

Wenn der Personalberater das Zeugnis neben Ihren Lebenslauf legt und in beiden dieselben 40 Mitarbeitenden, dasselbe Budget und dieselbe Berichtslinie findet, hat es das getan, wofür Sie es verlangt haben.

Genau hier setzen wir an. Wir erstellen qualifizierte Arbeitszeugnisse für Führungskräfte als Entwurf für den Arbeitgeber, mit der Führungsverantwortung in Zahlen, der Führungsleistung als eigenem Abschnitt und den Ergebnissen, die ein Personalberater nachprüfen kann, und wir überarbeiten bestehende Zeugnisentwürfe mit genau diesen Bausteinen. Den Rahmen finden Sie unter Arbeitszeugnis für Führungskräfte. Die Zusammenarbeit beginnt mit einem vertraulichen Gespräch über Ihre Position und Ihr Zeugnis.

Christina Becker – Executive Recruiting & LinkedIn-Branding Expertin bei Professionell Bewerben

Von Christina Becker, Executive Recruiting & LinkedIn-Branding Expertin bei Professionell Bewerben – seit 2017 ausschließlich für Führungskräfte und C-Level. Mehr über unsere Bewerbungsexperten

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FAQ

Was ist ein qualifiziertes Arbeitszeugnis?

Ein Zeugnis, das über Tätigkeit und Beschäftigungsdauer hinaus Ihre Leistung und Ihr Verhalten beurteilt. Der Arbeitgeber erteilt es auf Ihr Verlangen. Es enthält in der üblichen Reihenfolge Einleitung, Unternehmensbeschreibung, Aufgabenbeschreibung, Leistungs- und Verhaltensbeurteilung, Beendigungs- und Schlussformel sowie Datum und Unterschrift.

Worin unterscheiden sich einfaches und qualifiziertes Arbeitszeugnis?

Zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Zeugnis liegt die Beurteilung. Die Grundstufe bestätigt die Art der Beschäftigung und wie lange der Arbeitnehmer sie ausgeübt hat. Die zweite Stufe bewertet zusätzlich die Leistungen des Arbeitnehmers und sein persönliches Verhalten. Für eine Führungskraft nach mehreren Jahren im Unternehmen wirft die Grundstufe bei jedem Leser die Frage auf, warum die Bewertung fehlt.

Muss ich das qualifizierte Arbeitszeugnis bei der Kündigung ausdrücklich verlangen?

Ja, bei einer Kündigung ebenso wie bei einem Aufhebungsvertrag. Das Anrecht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis müssen Sie selbst einfordern. Ohne Ihr Verlangen besteht nur der Anspruch auf ein einfaches Arbeitszeugnis mit Position und Zeitraum. Bitten Sie deshalb per Mail oder Brief um die Beurteilung Ihrer Leistung und Ihres Verhaltens und nennen Sie den Termin, zu dem Sie das Zeugnis brauchen.

Was enthält ein qualifiziertes Arbeitszeugnis für eine Führungskraft?

Zusätzlich zu den üblichen Bausteinen die Führungsverantwortung in Zahlen, also Mitarbeitende, Budget, Berichtslinie und Standorte, einen eigenen Abschnitt zur Führungsleistung mit Ergebnissen und die Mitarbeitenden als dritte Gruppe in der Verhaltensbeurteilung. Arbeitszeugnis und Lebenslauf sollten dieselbe Verantwortung in denselben Größenordnungen nennen.

Darf ich den Entwurf für mein Arbeitszeugnis selbst schreiben?

In der Praxis bitten Personalabteilungen häufig selbst um Stichpunkte oder einen Entwurf, und wer nicht gefragt wird, kann seine Stichpunkte auch unaufgefordert mitschicken. Liefern Sie Verantwortung, Zahlen und Ergebnisse in den Bezeichnungen Ihres Lebenslaufs. Die wertenden Sätze bleiben Sache des Arbeitgebers oder folgen den üblichen Formulierungen.

Darf der Arbeitgeber das Arbeitszeugnis elektronisch ausstellen?

Ja, mit Ihrer Einwilligung darf er es elektronisch ausstellen. Ohne Ihre Einwilligung bleibt es beim Recht auf ein schriftliches Arbeitszeugnis in Papierform. Ob Sie einwilligen, entscheiden Sie.

Gilt der Zeugnisanspruch auch für Geschäftsführer?

Der gesetzliche Zeugnisanspruch gilt für Geschäftsführer nicht unmittelbar, weil sie in der Regel keine Arbeitnehmer im arbeitsrechtlichen Sinne sind. Der Weg führt dann über den Anstellungsvertrag und die dienstvertraglichen Regeln. Die Bausteine, die ein Leser erwartet, bleiben dieselben.