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LinkedIn Profil optimieren für Führungskräfte: Slogan, Info

Aktualisiert am 1. Oktober 2026 · 18 Min. Lesezeit · Professionell Bewerben

LinkedIn-Profil optimieren: Laptop mit unscharfem Profilaufbau aus Titelbild und Profilfoto, daneben Kaffee und Smartphone

Kurz zusammengefasst

Ein LinkedIn-Profil wird Feld für Feld besser, in der Reihenfolge der Oberfläche: Foto und Hintergrundbild, Profil-Slogan, Info, Berufserfahrung, Ausbildung, Kenntnisse mit fünf Top-Einträgen, Empfehlungen, zuletzt die Einstellungen. Davor steht die Frage, wofür Sie stehen, und vor dem ersten Handgriff das Abschalten der Meldungen an Ihr Netzwerk. Der Beitrag zeigt je Feld den Zweck, den Maßstab für Führungskräfte und den typischen Fehler. Drei Antworten vorweg: Ins Titelfeld gehört der Vertragstitel mit dem marktüblichen Begriff, weil Personalberater es durchsuchen. Ergebnisse überzeugen auch ohne vertrauliche Kennzahlen. „Offen für Jobangebote“ blendet das eigene Unternehmen nicht garantiert aus.

Inhaltsverzeichnis
  1. LinkedIn Profil optimieren: Reihenfolge, Aufwand und der erste Handgriff
  2. Wofür stehen Sie? Die Positionierung vor dem ersten Feld
  3. Profilbild und Hintergrundbild: der erste Eindruck im LinkedIn-Profil
  4. Profil-Slogan optimieren mit 220 Zeichen für Funktion, Fachfeld und Beitrag
  5. Warum im Info-Bereich des LinkedIn-Profils die ersten Zeilen tragen
  6. Berufserfahrung im Profil: Jobtitel, Ergebnisse, Mandate
  7. Ausbildung, Zertifikate und Executive Education
  8. Kenntnisse hervorheben, fünf vorn und der Rest relevant
  9. Empfehlungen im LinkedIn-Profil aus drei Perspektiven
  10. Keywords und SEO: wie Recruiter und Personalberater suchen
  11. LinkedIn-Profil auf Englisch, auf Deutsch oder in beiden Sprachen
  12. Einstellungen für die Sichtbarkeit des Profils: Meldungen und Offen für Jobangebote
  13. XING aus dem LinkedIn-Profil ableiten
  14. Der nächste Schritt: ein gutes LinkedIn-Profil, professionell optimiert

LinkedIn Profil optimieren: Reihenfolge, Aufwand und der erste Handgriff

Die kurze Antwort: Gehen Sie die Felder in der Reihenfolge der Oberfläche durch, und schalten Sie vorher die Meldungen an Ihr Netzwerk ab. Ihr Netzwerk sitzt auch im eigenen Haus. Personalberater und Aufsichtsräte sehen sich Ihren Auftritt an, bevor sie anrufen. Was dort steht, entscheidet, ob der Anruf kommt. Die meisten Ratgeber zu diesem Thema richten sich an Fachkräfte. Für eine Führungskraft gelten dieselben Felder, aber ein anderer Maßstab: Kontext der Rolle statt Aufgabenliste, Ergebnis statt Zuständigkeit, Zurückhaltung statt Werbung. Die meiste Zeit kosten die Stationen, weil dort jedes Ergebnis eine Größe braucht.

Bevor Sie das erste Feld im Profil anfassen

LinkedIn meldet Jobwechsel, Beförderungen und Änderungen in der Ausbildung an Ihr Netzwerk, wenn die Einstellung „Wichtige Profil-Updates mit Ihrem Netzwerk teilen“ eingeschaltet ist. Diese Updates sehen Ihre Kontakte im Feed. Sie finden die Einstellung unter Einstellungen und Datenschutz, dort unter Sichtbarkeit. Stellen Sie den Schalter aus, bevor Sie Stationen nachtragen oder umbenennen. Sonst erfährt Ihr Netzwerk, und damit auch Ihr Arbeitgeber, von jeder Station, die Sie neu anlegen oder ändern. Beim Anlegen einer neuen Position zeigt LinkedIn zusätzlich einen eigenen Schalter „Mit Netzwerk teilen“ im Dialog selbst. Der Schalter steht in unserer Praxis standardmäßig auf Ein. Prüfen Sie ihn vor jedem Speichern.

Wofür stehen Sie? Die Positionierung vor dem ersten Feld

Kurz: Ein Auftritt trägt eine Aussage, und jedes Feld wiederholt sie in seiner Form. Schreiben Sie in einem Satz auf, für welche Aufgabe man Sie anrufen soll, bevor Sie ein einziges Feld ändern. Beispiel: „Kaufmännischer Geschäftsführer für Restrukturierung und Finanzierung im industriellen Mittelstand.“ Dieser Satz ist das Herzstück des Umbaus und entscheidet, welche Begriffe in die Zeile unter Ihrem Namen gehören, welche Ergebnisse die Stationen zeigen und welche fünf Fachbegriffe vorn stehen. Wer ihn nicht hat, füllt die Felder mit allem, was er kann. Ein Personalberater findet darin nichts, wofür er anrufen könnte.

Die Positionierung entsteht aus drei Fragen: Welche Aufgabe haben Sie mehrfach gelöst? In welchem Fachgebiet oder welcher Situation liegt Ihre Expertise über der anderer? Welche Rolle wollen Sie als Nächstes, und welche Zielgruppe entscheidet darüber, Aufsichtsräte, Eigentümer, potenzielle Geschäftspartner oder Personalberater? Passt die dritte Antwort nicht zur aktuellen Position, zeigt sie sich nur in der Auswahl der Ergebnisse. Wie sich daraus eine Führungsmarke über LinkedIn hinaus aufbaut, mit Fachbeiträgen, Vorträgen und Netzwerk, beschreibt der Beitrag zum Personal Branding für Führungskräfte.

Profilbild und Hintergrundbild: der erste Eindruck im LinkedIn-Profil

Kurz: Ein aktuelles Foto, auf dem Sie auch klein im Feed erkennbar sind, und ein ruhiges Banner, das nichts vom Gesicht ablenkt. Ein Auftritt ohne Profilfoto wird seltener angeklickt. Für eine Führungskraft lautet die Frage nicht, ob ein Foto dazugehört, sondern welches.

Das Profilbild zeigt Sie so, wie man Sie im Termin antrifft: aktuelle Frisur, Brille, wenn Sie im Alltag eine tragen, Kleidung auf dem Niveau Ihrer Position. Das Gesicht füllt den Ausschnitt, weil die Plattform das Bild in Suchergebnissen und Kommentaren nur als kleinen Kreis zeigt. Erneuern Sie das Foto, wenn Sie sich sichtbar verändert haben, und nicht nach Kalender. Ein professionelles Foto vom Fotografen ist auf Führungsebene Standard.

Das Banner liegt hinter dem Foto und wird von ihm links unten überlagert. LinkedIn empfiehlt 1.584 x 396 Pixel. Auf Führungsebene wirkt eine ruhige Fläche in gedeckter Farbgestaltung, das Logo des eigenen Unternehmens oder ein Motiv aus Ihrer Branche. Text im Banner bleibt kurz, und die linke untere Ecke bleibt frei, weil das Foto sie verdeckt.

Profil-Slogan optimieren mit 220 Zeichen für Funktion, Fachfeld und Beitrag

Kurz: Der Profil-Slogan (Headline), die Kopfzeile unter Ihrem Namen, nennt die marktübliche Funktion, das Fachfeld und den Beitrag, ohne frühere Firmen und ohne Werbung. Die Plattform füllt das Feld automatisch mit Titel und Firma der aktuellen Position, und genau das steht daneben ohnehin. Die Zeile hat 220 Zeichen. Auf dem Telefon sind davon in Listen und Kommentaren als Richtwert nur die ersten rund 60 bis 80 sichtbar, eine feste Grenze nennt LinkedIn nicht. Der stärkste Begriff steht deshalb vorn.

Eine Kopfzeile für eine Führungskraft verbindet drei Bausteine: die Funktion, wie ein Personalberater sie sucht (CFO, Geschäftsführer, Vice President Sales), das Fachfeld (Restrukturierung, Internationalisierung, Carve-out) und den Beitrag oder Kontext (Familienunternehmen, Konzern, Private Equity). Aus dem Satz der Positionierung wird: „CFO | Restrukturierung und Finanzierung im Mittelstand | Aufsichtsrat“. Die senkrechten Striche trennen die Bausteine, ein Punkt am Ende fehlt.

Drei Fehler sehen wir in fast jeder Kopfzeile, die wir überarbeiten. Erstens frühere Firmen in der Zeile, etwa „ex-Vorstand XY“: Sie sagen, wo Sie waren, nicht, was Sie können. Zweitens Wörter wie „leidenschaftlich“, „Visionär“ oder „Experte für alles“, die auf Führungsebene wie Selbstlob wirken. Drittens die Wechselabsicht in der Zeile („offen für neue Herausforderungen“), die Ihr Unternehmen als Erstes liest. Der Test für jeden Slogan: Versteht jemand ohne Branchenkenntnis in fünf Sekunden, was Sie tun und für wen?

Warum im Info-Bereich des LinkedIn-Profils die ersten Zeilen tragen

Kurz: Der Info-Bereich (About) hat 2.600 Zeichen, von denen nur die ersten Zeilen sichtbar sind, der Rest liegt hinter „mehr anzeigen“. Aussagekräftige erste Zeilen entscheiden, ob jemand weiterliest, nach unserem Richtwert die ersten rund 200 bis 300 Zeichen. Dort steht die Positionierung aus dem ersten Schritt, nicht eine Einleitung über Ihre Laufbahn.

Der Info-Bereich ist der einzige Text, der in der Ich-Form steht und einen Bogen erzählen darf. Für eine Führungskraft bewährt sich diese Reihenfolge: heute (Rolle und ein bis zwei Ergebnisse), wie (Ihre Arbeitsweise an einem konkreten Beispiel), woher (Stationen und Ausbildung in zwei Sätzen), zum Schluss ein Satz zur Erreichbarkeit. 150 bis 250 Wörter reichen, wenn jede Zeile etwas sagt. Eine Führungskraft in amtierender Position lässt die Frage „Was suchen Sie?“ aus, die Ratgeber zur Jobsuche empfehlen. Ihre Ausrichtung zeigt sich in der Auswahl der Themen.

Zwei Formen sagen nichts: die Eigenschaftsliste („erfahrene Führungspersönlichkeit mit ausgeprägter Kommunikationsstärke“) und die Aufzählung aller Stationen, die darunter ohnehin steht. Ein Beispiel, an dem man Ihre Arbeitsweise erkennt, macht Adjektive überflüssig: „Schlüsselpositionen besetze ich lieber sechs Wochen später als falsch.“ Emojis, Symbolzeilen und Sternchen gehören nicht in den Info-Bereich einer Führungskraft.

Im Fokus: eigene Artikel, Interviews und Vorträge

Unter dem Info-Bereich liegt der Bereich „Im Fokus“ (Featured). Dort verlinken Sie ein bis drei relevante Belege Ihrer Arbeit: ein Interview in einem Fachmedium, einen Vortrag, einen Beitrag, den Sie selbst auf LinkedIn schreiben, eine Veröffentlichung. Auf Führungsebene ersetzt dieser Bereich die Arbeitsproben, die Spezialisten dort ablegen. Wenige gute Einträge wirken stärker als zehn Belege oder ein Bewerbungsvideo.

Berufserfahrung im Profil: Jobtitel, Ergebnisse, Mandate

Kurz: Jede Station der letzten fünfzehn Jahre nennt den Kontext der Rolle, die Führungsleistung und das Ergebnis, ins Titelfeld gehört der Vertragstitel mit dem marktüblichen Begriff. Der berufliche Werdegang ist das Feld, in dem Personalberater am längsten bleiben. Sie gleichen es mit den Bewerbungsunterlagen ab und suchen die Stelle, an der aus einer Zuständigkeit ein Ergebnis wird.

Das Titelfeld einer Position ist ein eigenes Suchfeld. Dort steht der Titel, wie er im Arbeitsvertrag steht, ergänzt in Klammern um den Begriff, den Personalberater suchen, wenn der Vertragstitel abweicht: „Kaufmännischer Leiter (CFO)“. Kreative Titel gehören höchstens in die Kopfzeile. Die Beschreibung der Station beginnt mit einem Satz zur Ausgangslage (Mandat, Phase, Größenordnung) und nennt danach zwei bis vier Ergebnisse, jedes mit einer Größe: Prozent, Prozentpunkte, Faktor, Zeitraum. Stationen, die älter als fünfzehn Jahre sind, bleiben als Eintrag mit Titel, Unternehmen und Zeitraum stehen, ohne Beschreibung.

Wählen Sie das Unternehmen aus der Vorschlagsliste, damit die Station mit der Unternehmensseite verknüpft ist und das Logo erscheint. Bei Konzernen entscheidet die Auswahl der richtigen Seite: die Konzernseite, wenn Sie auf Gruppenebene gearbeitet haben, die Gesellschaft, wenn Ihre Rolle dort lag.

Ergebnisse zeigen, wenn das Unternehmen Kennzahlen untersagt

Die meisten Ratgeber verlangen Zahlen in jeder Station. In der Praxis untersagen viele Unternehmen die Nennung von Umsatz, Marge und Mitarbeiterzahlen, und eine amtierende Führungskraft will ihrem Haus gegenüber loyal bleiben. Das ist kein Grund für vage Formulierungen wie „deutlich verbessert“. Vier Ersatzanker tragen ein Ergebnis auch ohne absolute Zahl: die Richtung mit Größe („Durchlaufzeit um ein Drittel gesenkt“), die Relation („Ergebnis über Plan in drei aufeinanderfolgenden Jahren“), die Tragweite („tragende Ertragssäule der Division“) und der Rang („größter Standort der Gruppe“). Absolute Beträge und Kopfzahlen erscheinen nur, wenn sie öffentlich sind oder freigegeben wurden. Laufende Vorgänge der aktuellen Position werden nur angedeutet und erst beschrieben, wenn sie abgeschlossen sind.

Aufsichtsrats-, Beirats- und Ehrenämter

Es gibt kein eigenes Feld für Mandate. Ein Aufsichtsrats- oder Beiratsmandat gehört als eigene, parallel laufende Position in die Stationen, mit dem Gremium als Unternehmen und dem Mandat als Titel. So findet es die Suche nach Titel und Organisation. Ehrenämter ohne Bezug zur Führungsrolle stehen im Bereich „Ehrenamt“. Ein Satz zum Mandat im Info-Bereich ergänzt den Eintrag, ersetzt ihn aber nicht.

Maßgeschneiderte Bewerbungen

Experten-Tipp

Aus der Praxis: Lesen Sie Ihre aktuelle Position einmal so, wie ein Personalberater sie liest, erst das Titelfeld, dann die erste Zeile der Beschreibung. Beginnt diese Zeile mit „verantwortlich für“, gehört dorthin ein Ergebnis mit Größe.

Christina Becker

Recruiting-Expertin

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Christina Becker, Recruiting-Expertin bei Professionell Bewerben

Ausbildung, Zertifikate und Executive Education

Kurz: Hochschule aus der Vorschlagsliste, Abschluss ausgeschrieben, Zertifikate nur, wenn sie geprüft wurden und zur Positionierung passen. Die Ausbildung wird in eigenen Feldern erfasst: Hochschule, Abschluss, Studienfach, Zeitraum. Wählen Sie die Hochschule aus der Vorschlagsliste, damit der Eintrag mit ihrer Seite verknüpft ist, und schreiben Sie den Abschluss aus („Master of Business Administration“ statt „MBA“). Eine Promotion bekommt einen eigenen Eintrag mit Grad und Fach.

Bei Zertifikaten gilt auf Führungsebene ein strenger Maßstab. Ein Programm an einer Business School mit Prüfung und Abschluss gehört in den Bereich „Zertifikate“. Ein mehrtägiges Seminar ohne Prüfung ist keine Zertifizierung und steht als „Executive Education“ in der Ausbildung oder als Kurs. Personalberater prüfen Einträge zu bekannten Business Schools nach. Eine Teilnahmebescheinigung, die als Zertifikat geführt wird, kostet Glaubwürdigkeit.

Kenntnisse hervorheben, fünf vorn und der Rest relevant

Kurz: Bis zu 100 Einträge sind möglich, fünf davon erscheinen als Top-Kenntnisse unter dem Info-Bereich, und die fünf wiederholen die Begriffe aus Kopfzeile und Info. Der Bereich Kenntnisse (Skills) ist auch für Führungskräfte ein Suchfeld, vor allem aber ein Stimmigkeitsfeld. Ein Personalberater, der „CFO Restrukturierung“ in der Kopfzeile liest und darunter „Microsoft Office“ und „Teamfähigkeit“ als Top-Einträge findet, hat einen Bruch vor sich.

Die fünf hervorgehobenen Einträge nennen die Kompetenzen, für die man Sie anrufen soll, in absteigender Relevanz und heißen genauso wie die Fachfelder in Kopfzeile und Info: Restrukturierung, Carve-out, Unternehmensfinanzierung, Mergers & Acquisitions, Aufsichtsratsarbeit. Darunter folgen 15 bis 30 weitere relevante Einträge, keine Allgemeinplätze wie „Führung“ oder „Kommunikation“, die keinen Mehrwert für die Suche haben.

Die Plattform nimmt nur Begriffe aus einer eigenen Liste an. Tippen Sie ein Wort ein, für das sie ein Synonym kennt, bietet der Vorschlag nur das Synonym an. In unserer Praxis wurde „Change Management“ zu „Veränderungsmanagement“ und „P&L-Verantwortung“ zu „Gewinn- und Verlustrechnung“. Prüfen Sie deshalb beim Eintragen, welcher Begriff gespeichert wurde.

Bestätigungen durch Kontakte sind ein soziales Signal. Nach Angaben von LinkedIn erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit, für passende Jobangebote entdeckt zu werden, ohne dass ein Vorteil in der Suche von Personalberatern belegt wäre.

Empfehlungen im LinkedIn-Profil aus drei Perspektiven

Kurz: Drei bis fünf Referenzen von Menschen, die Ihre Führung aus verschiedenen Richtungen erlebt haben, jede mit einem konkreten Beispiel. Empfehlungen sind der einzige Teil des Auftritts, den nicht Sie geschrieben haben. Personalberater lesen sie, um die Aussagen der übrigen Felder gegenzuprüfen, und erkennen Gefälligkeitstexte am ersten Satz.

Bitten Sie gezielt um Referenzen aus drei Perspektiven: einen früheren Vorgesetzten oder Aufsichtsrat für die fachliche und strategische Arbeit, einen Geschäftspartner oder Kunden für Verhandlung und Verlässlichkeit, eine Führungskraft aus Ihrem Team für die Führung selbst. Nennen Sie in der Bitte die Situation, an die sich die Person erinnern soll, damit ein Beispiel entsteht und kein Adjektiv-Reigen. Personalberater lesen den Satz über die konkrete Entscheidung. Den über die hervorragende Zusammenarbeit überspringen sie. Texte, die nicht mehr zur Positionierung passen, lassen sich in den Einstellungen des Bereichs verbergen, ohne die Person zu verletzen.

Keywords und SEO: wie Recruiter und Personalberater suchen

Kurz: Personalberater suchen nach Titel, Unternehmen, Branche und Fachbegriffen, mit den Operatoren AND, OR und NOT und mit Anführungszeichen, also nach Wörtern. Ein Auftritt erscheint in dieser Suche, wenn die Wörter im Titelfeld, in der Kopfzeile, im Info-Bereich und in den Einträgen darunter stehen. Relevante Keywords zu verwenden heißt auf Führungsebene deshalb, sie an diese Stellen zu setzen. Auf die Menge kommt es weniger an.

Nutzen Sie die Plattform so, wie sie durchsucht wird

Die Suchbegriffe einer Führungskraft sind Funktionsbezeichnungen (Geschäftsführer, CFO, Vorstand), Branchen (Maschinenbau, Medizintechnik, Energiewirtschaft) und Kompetenzfelder (Restrukturierung, Internationalisierung, M&A, Digitalisierung). Betten Sie diese Begriffe in Sätze ein, eine Aufzählung am Ende des Info-Bereichs liest sich wie eine Stichwortliste. Abkürzungen schreiben Sie einmal aus, weil Suchende beides eingeben: „CFO (Chief Financial Officer, kaufmännischer Geschäftsführer)“. Wer international gefunden werden will, führt die Funktion auf Deutsch und Englisch, entweder im selben Satz oder in der zweiten Sprachfassung.

Suchmaschinen wie Google zeigen nur das öffentliche Profil, eine vereinfachte Fassung, deren Umfang Sie in den Einstellungen bestimmen. Wer außerhalb von LinkedIn von den richtigen Personen besser gefunden werden will, schaltet es mit Foto, Kopfzeile und Info frei und legt eine eigene Adresse an.

Ein Wort zu Kennzahlen und Abos: Die „Aussagekraft des Profils“ misst Vollständigkeit, nicht Wirkung, und der Social Selling Index ist eine Vertriebskennzahl. Ein Premium-Abo zeigt die vollständige Liste, wer Sie besucht hat, mehr braucht der Umbau nicht. Wer auf LinkedIn aktiv postet, kommentiert und sich vernetzt, bekommt mehr Reichweite und Interaktion, was ein gut gepflegtes Profil mit den richtigen Wörtern für Suchende nicht leistet.

LinkedIn-Profil auf Englisch, auf Deutsch oder in beiden Sprachen

Kurz: Die Hauptsprache richtet sich nach den Menschen, die über Ihre nächste Rolle entscheiden. Ein Familienunternehmen oder ein Mittelständler mit deutscher Geschäftsführung liest Ihr Profil auf Deutsch. Bei einem Konzern mit Englisch als Konzernsprache, einer internationalen Beratung oder einer Rolle im Ausland gehört eine englische Fassung dazu, für die Auslandsrolle auch als Hauptsprache. Ein zweites Konto für die englische Fassung ist keine Lösung, die Nutzervereinbarung erlaubt ein Konto je Person.

Ein zweisprachiges Profil besteht aus zwei Fassungen im selben Konto, jede in einer Sprache. Innerhalb eines Felds mischen Sie die Sprachen nur beim Funktionsbegriff, den Suchende in beiden Sprachen eingeben. Ein Besucher bekommt die Fassung angezeigt, deren Sprache er für die Plattform eingestellt hat. Gibt es keine, erscheint die Hauptsprache.

Eine zweite Fassung verdoppelt den Aufwand, weil LinkedIn nichts automatisch übersetzt und Sie jede Änderung an der Hauptfassung, etwa eine neue Station, dort selbst nachtragen. Angelegt wird sie am Desktop im eigenen Profil, weil die App diese Funktion nicht bietet. Beim Anlegen fragt die Plattform nach Name und Kopfzeile in der neuen Sprache. Weitere Texte bearbeiten Sie danach in dieser Fassung.

Die englische Fassung ist keine Wort-für-Wort-Übersetzung. Funktionsbezeichnungen folgen dem internationalen Gebrauch (Managing Director statt Geschäftsführer, Chief Financial Officer statt kaufmännischer Geschäftsführer), Abschlüsse bekommen die englische Bezeichnung, und Ergebnisse werden in der Form beschrieben, die in internationalen Suchen üblich ist. Beide Fassungen stimmen in Zahlen, Zeiträumen und Bezeichnungen überein. Für Ihre Bewerbung auf Englisch gilt derselbe Abgleich, weil ein Personalberater englisches Profil und englische Unterlagen nebeneinanderlegt.

Einstellungen für die Sichtbarkeit des Profils: Meldungen und Offen für Jobangebote

Kurz: Vier Einstellungen entscheiden, wer was sieht, und keine davon macht eine Wechselabsicht für das eigene Unternehmen unsichtbar. Die Einstellung zu den Meldungen an das Netzwerk aus dem ersten Abschnitt ist die wichtigste. Die drei übrigen, „Offen für Jobangebote“, die Freigabe der öffentlichen Fassung und die persönliche Adresse, gehören zum Abschluss jedes Umbaus.

„Offen für Jobangebote“ lässt sich so einstellen, dass nur Nutzer von LinkedIn Recruiter den Status sehen. LinkedIn blendet ihn für Recruiter-Nutzer des eingetragenen aktuellen Arbeitgebers und verbundener Unternehmen aus, garantiert das aber ausdrücklich nicht. Für eine amtierende Geschäftsführerin oder einen Vorstand ist die Einstellung deshalb aus, ein durchgesickerter Status kann ein Mandat beenden. Auf dieser Ebene läuft die Ansprache ohnehin über Personalberater, die passive Kandidaten durchsuchen. Für Bereichs- und Abteilungsleiter in fester Anstellung ist der Status mit demselben Vorbehalt vertretbar.

Persönliche URL, Kontaktdaten und Abgleich mit dem Lebenslauf

Die persönliche URL (linkedin.com/in/vorname-nachname) legen Sie in den Einstellungen des öffentlichen Profils an. Sie gehört in die E-Mail-Signatur und in den Lebenslauf, der dasselbe erzählen sollte wie die Felder hier. Wie beide zueinander passen und welche Strategie zu welchem Karriereziel gehört, beschreibt der Beitrag zum Personal Branding für Führungskräfte. Bei den Kontaktdaten gilt: eine Adresse, die Sie wirklich lesen, für eine amtierende Führungskraft eher die private als die Firmenadresse, weil die Anfrage eines Personalberaters nicht über das Unternehmen laufen soll, und keine private Telefonnummer.

XING aus dem LinkedIn-Profil ableiten

Kurz: Wer XING weiter nutzt, überträgt die Inhalte aus der fertigen LinkedIn-Fassung und passt sie an die dortigen Felder an. Für Führungskräfte hat LinkedIn die Rolle des Suchwerkzeugs für Personalberater übernommen, während sich XING als Business-Netzwerk seit Anfang 2023 ohne Gruppen und Eventmarkt auf Stellenmarkt und Geschäftskontakte konzentriert. Schreiben Sie Ihre Online-Präsenz auf XING getrennt, stehen dort bald andere Titel und Zeiträume als auf LinkedIn. Ein Personalberater, der beide Profile öffnet, sieht das sofort.

Übertragbar sind Foto, Stationen mit Titel und Zeitraum, Ausbildung und die Kernaussage des Info-Bereichs. Eine Kopfzeile gibt es bei XING nicht, dafür Stichwortfelder zu Ihrem Angebot und Jobwünsche, die getrennt geführt werden. Die fünf Top-Einträge aus LinkedIn sind dort die Stichworte.

Der nächste Schritt: ein gutes LinkedIn-Profil, professionell optimiert

Wer die Felder in dieser Reihenfolge durchgeht, hat einen Auftritt, der eine Aussage trägt und sie in jedem Feld wiederholt. Die schwierigste Stelle bleiben die Stationen: Ergebnisse so zu formulieren, dass sie ohne vertrauliche Zahlen überzeugen, und Stationen so zu beschreiben, dass ein Personalberater den Kontext versteht. Dort verliert die Eigenarbeit die meiste Zeit, weil man die eigenen Ergebnisse von innen als Aufgaben kennt. Wer sein LinkedIn-Profil optimieren lassen will, bekommt bei uns ein professionell optimiertes LinkedIn-Profil für Führungskräfte, von der Kopfzeile bis zu den fünf hervorgehobenen Fachbegriffen, auf Wunsch mit englischer Fassung und mit dem Eintrag in sein Konto, bei dem die Einstellungen aus diesem Beitrag gesetzt werden. Den Ablauf finden Sie unter LinkedIn-Profil erstellen lassen. Die Zusammenarbeit beginnt mit einem vertraulichen Gespräch über Ihre Position und das Ziel, das Ihr Auftritt erreichen soll.

Christina Becker – Executive Recruiting & LinkedIn-Branding Expertin bei Professionell Bewerben

Von Christina Becker, Executive Recruiting & LinkedIn-Branding Expertin bei Professionell Bewerben – seit 2017 ausschließlich für Führungskräfte und C-Level. Mehr über unsere Bewerbungsexperten

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Häufige Fragen zur Optimierung des LinkedIn-Profils

Woran erkennt ein Personalberater das Profil einer Führungskraft?

Eine Aussage, die sich durch alle Felder zieht: ein Titel, den Personalberater suchen, eine Kopfzeile unter dem Namen mit Funktion und Fachfeld, ein Info-Bereich, dessen erste Zeilen die Positionierung nennen, Stationen mit Ergebnissen in Größenordnungen und fünf Skills, die dieselben Begriffe wiederholen. Vollständigkeit allein macht kein gutes Profil.

In welcher Reihenfolge optimiere ich mein Profil?

Zuerst die Meldungen an das Netzwerk abschalten, dann die Positionierung in einem Satz festlegen. Danach in der Reihenfolge der Oberfläche: Foto und Banner, Kopfzeile, Info, Im Fokus, Stationen, Ausbildung und Zertifikate, Kenntnisse mit fünf Top-Einträgen, Empfehlungen. Zum Schluss die Einstellungen zu öffentlicher Fassung und „Offen für Jobangebote“.

Wie lang darf der Profil-Slogan sein?

220 Zeichen. Auf dem Telefon sind in Listen und Kommentaren als Richtwert nur die ersten rund 60 bis 80 Zeichen sichtbar, deshalb steht die Funktion vorn, danach das Fachfeld und der Kontext. Frühere Firmen, Eigenlob und Wechselsignale bleiben draußen.

Wie zeige ich Ergebnisse, wenn ich keine Zahlen nennen darf?

Über Richtung und Größe („um ein Drittel gesenkt“), Relation („über Plan in drei Jahren“), Tragweite („tragende Ertragssäule der Division“) und Rang („größter Standort der Gruppe“). Absolute Beträge und Kopfzahlen erscheinen nur, wenn sie öffentlich oder freigegeben sind. Vage Steigerungswörter ohne Größe ersetzen keine Zahl.

Merkt mein Arbeitgeber, wenn ich meinen LinkedIn-Auftritt überarbeite?

Bei eingeschalteten Meldungen meldet LinkedIn Jobwechsel, Beförderungen und Änderungen in der Ausbildung an Ihr Netzwerk. Schalten Sie die Einstellung vorher aus und prüfen Sie beim Anlegen jeder neuen Position den Schalter „Mit Netzwerk teilen“ im Dialog. Ohne Meldung erfährt Ihr Netzwerk nicht von neuen Stationen. Sichtbar bleibt die neue Kopfzeile, überall dort, wo Ihr Name erscheint. „Offen für Jobangebote“ nur für Personalberater schließt das eigene Unternehmen nach Angabe von LinkedIn nicht garantiert aus.

Wie viele Skills gehören hinein?

Bis zu 100 sind möglich, fünf davon erscheinen als Top-Kenntnisse unter dem Info-Bereich. Die fünf heißen genauso wie die Fachfelder in Kopfzeile und Info-Bereich, darunter folgen 15 bis 30 weitere nach Relevanz. Allgemeinplätze wie „Führung“ oder „Microsoft Office“ schwächen die Liste.

Brauche ich ein zweites Konto auf Englisch?

Nein. Die englische Fassung wird als zweite Sprache im selben Konto angelegt, ein zweites verstößt gegen die Nutzervereinbarung. Um international gefunden zu werden, können Sie die Funktion auch im selben Feld auf Deutsch und Englisch führen, ohne zweite Fassung.

Lohnt sich LinkedIn Premium für die Jobsuche?

Ja, wenn Sie sich aktiv auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Premium Career zeigt dann bei vielen Anzeigen, wie Sie im Vergleich zu den übrigen Bewerbern stehen. Zum Abo gehört ein monatliches Kontingent an InMails, mit dem Sie Personalberater direkt anschreiben. Für die Ansprache durch Personalberater bringt das Abo nichts, weil die Plattform keinen Vorteil in deren Suche verspricht und ihre Anfragen auch ein Standardkonto erreichen.

LinkedIn oder XING?

Für Führungskräfte zuerst LinkedIn, weil Personalberater dort nach Kandidaten suchen. XING spielt für die Ansprache eine kleinere Rolle als früher, ein gepflegtes Profil dort schadet aber nicht. Ein zweites Profil auf XING lohnt sich, wenn Sie im Mittelstand oder in einer Branche suchen, deren Entscheider dort aktiv sind. Leiten Sie es dann aus Ihrem fertigen LinkedIn-Profil ab, statt es getrennt zu schreiben.

Wie oft sollte ich meinen LinkedIn-Auftritt aktualisieren?

Bei jedem Anlass, nicht nach Kalender: neue Position, neues Mandat, abgeschlossenes Projekt, das ein Ergebnis liefert, ein Foto, das nicht mehr aussieht wie Sie, und vor jeder Phase, in der Sie gefunden werden wollen.