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Bewerbung auf Englisch: Cover Letter, CV & Formulierungen für Führungskräfte

· Erstmals veröffentlicht: 26. Dezember 2023

Kurz zusammengefasst

Eine Bewerbung auf Englisch für Führungskräfte unterscheidet sich grundlegend von deutschen Standards: Cover Letter statt Anschreiben, CV statt Lebenslauf, keine Fotos und keine persönlichen Daten. Entscheidend sind Action Verbs, quantifizierte Achievements und eine Executive Summary, die den Leadership Impact sofort sichtbar macht. Internationale Recruiter erwarten zudem kulturelle Adaptionsfähigkeit und branchenspezifisches Fachvokabular.

Inhaltsverzeichnis

Bewerbung auf Englisch vs. deutsche Bewerbung

Eine Bewerbung auf Englisch unterscheidet sich in Struktur, Tonalität und Erwartungshaltung deutlich von der klassischen deutschen Bewerbung. Während in Deutschland das Anschreiben, ein lückenloser tabellarischer Lebenslauf, Zeugnisse und Zertifikate erwartet werden, konzentriert sich die englische Bewerbung auf zwei zentrale Dokumente: den Cover Letter und den CV oder Resume. Anlagen wie Arbeitszeugnisse, Zertifikate oder Arbeitsproben werden im angelsächsischen Raum nur auf Nachfrage eingereicht.

Die inhaltlichen Unterschiede gehen über die Dokumentenstruktur hinaus. Ein Bewerbungsfoto ist im angelsächsischen Raum unüblich, ebenso Angaben zu Geburtsdatum, Familienstand oder Staatsangehörigkeit. Der Grund: In Großbritannien und den USA greifen strenge Anti-Diskriminierungsgesetze, die solche Angaben aus dem Bewerbungsprozess heraushalten. Stattdessen stehen Qualifikation, Berufserfahrung und der individuelle Beitrag zur ausgeschriebenen Position im Vordergrund.

Auch stilistisch unterscheidet sich die englische Bewerbung: Sie ist aktiver, lösungsorientierter und direkter im Ausdruck. Passive Konstruktionen und Standardfloskeln wirken im englischsprachigen Kontext deplatziert. Personalentscheider erwarten eine klare Darstellung der Motivation und des konkreten Mehrwerts, den Sie für das Unternehmen mitbringen – am besten bereits in den ersten Sätzen des Cover Letters.

Bewerbungsunterlagen im englischsprachigen Raum

Die Bestandteile einer englischen Bewerbung sind übersichtlicher als im deutschen System. Im Kern besteht sie aus dem Cover Letter als persönlichem Anschreiben und dem Lebenslauf – je nach Zielmarkt als CV (Curriculum Vitae) im britischen Raum oder als Resume im amerikanischen Raum. Ergänzt werden diese Unterlagen durch Referenzen, die im angelsächsischen Bewerbungsprozess eine zentrale Rolle spielen.

Der Cover Letter zeigt Ihre Motivation und Ihren „Fit“ für die Position. Der CV oder Resume bietet einen strukturierten Überblick über Erfahrung, Qualifikationen und Kenntnisse. Mindestens zwei Referenzen von früheren Arbeitgebern, Führungskräften oder Kunden sind Standard und erhöhen Ihre Glaubwürdigkeit erheblich. Zeugnisse und Zertifikate werden nur auf ausdrücklichen Wunsch nachgereicht.

Für Führungskräfte gilt: Jede Bewerbung auf Englisch wird individuell auf die Stellenausschreibung zugeschnitten. Standardisierte Vorlagen ohne Bezug zum konkreten Unternehmen und zur Position wirken austauschbar und landen schnell auf dem Absagestapel. Reichen Sie Ihre Unterlagen als PDF ein, um Formatierungsprobleme zu vermeiden.

Lebenslauf auf Englisch – CV oder Résumé

Im internationalen Kontext begegnen Bewerbern unterschiedliche Begriffe für den Lebenslauf: Curriculum Vitae, CV und Résumé. Im britischen Englisch steht der Curriculum Vitae für den klassischen Lebenslauf, der in der Regel zwei Seiten umfasst und eine ausführliche Übersicht über Berufserfahrung und Qualifikationen bietet. In den USA ist das Résumé gebräuchlich – kompakter, stärker auf die jeweilige Stelle zugeschnitten und auf relevante Skills und Erfolge fokussiert, oft nur eine Seite lang.

Der Unterschied zum deutschen Lebenslauf liegt nicht nur im Format: Während der deutsche Lebenslauf persönliche Daten wie Geburtsdatum, Familienstand oder ein Bewerbungsfoto enthält, verzichten englische Lebensläufe auf diese Angaben. Im CV zählen Professionalität und der Fokus auf den beruflichen Werdegang. Die Darstellung ist stärker auf Skills, Qualifikationen und konkrete Erfolge ausgerichtet als auf die lückenlose Dokumentation aller Stationen.

Bei internationalen Bewerbungen sollten Sie prüfen, welches Format gefordert ist. In Großbritannien und anderen Commonwealth-Staaten ist der CV Standard, in den USA und Kanada das Résumé. Ein tabellarischer Aufbau bleibt in beiden Formaten erhalten, doch Inhalt und Schwerpunkte variieren je nach Land, Branche und ausgeschriebener Stelle.

Aufbau und Struktur des englischen Lebenslaufs

Der Aufbau eines englischen Lebenslaufs folgt einer klaren Struktur, die Personalentscheidern einen schnellen Überblick ermöglicht. Die Abschnitte sind standardisiert, lassen aber Spielraum für Individualität. An erster Stelle stehen die Personal Details mit Kontaktdaten in der Kopfzeile – Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Darauf folgt das Personal Profile: ein prägnanter Abschnitt, in dem Qualifikation, Berufserfahrung und Motivation auf den Punkt gebracht werden.

Die Work Experience bildet den Kern des Lebenslaufs. Bisherige Positionen, Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten werden tabellarisch und antichronologisch aufgeführt, mit Fokus auf relevante Aufgaben für die ausgeschriebene Stelle. Konkrete Erfolge und messbare Ergebnisse gehören in diesen Abschnitt – statt „verantwortlich für Projektmanagement“ formulieren Sie beispielsweise „Managed a team of 10 and delivered a key project on time, under budget, resulting in a 15% increase in customer satisfaction“.

Es folgen Education mit akademischem Werdegang und Abschlüssen, Skills mit relevanten fachlichen und persönlichen Fähigkeiten sowie References mit Angabe von Referenzgebern oder dem Hinweis „References available upon request“. Der englische Lebenslauf sollte maximal zwei Seiten umfassen. In den meisten Branchen ist es üblich, auf Hobbys und Interessen zu verzichten, sofern diese nicht für die Position relevant sind. Auf ein Foto, eine Unterschrift und ein Datum am Ende des Lebenslaufs wird verzichtet.

Der englische Cover Letter

Der Cover Letter ist im angelsächsischen Bewerbungsprozess oft wichtiger als der Lebenslauf selbst. Hier überzeugen Sie mit Persönlichkeit, Motivation und einem klaren Bezug zur Position. Der Cover Letter ist nicht länger als eine Seite und folgt einer klaren Struktur: Anrede, Einleitung, Hauptteil, Schlussteil und Grußformel.

Die Anrede erfolgt mit „Dear Mr/Ms [Nachname]“. Wenn kein Ansprechpartner bekannt ist, verwenden Sie „Dear Sir or Madam“ – vermeiden Sie generische Formulierungen wie „To whom it may concern“. Recherchieren Sie nach Möglichkeit den Namen der zuständigen Person, das signalisiert ernsthaftes Interesse.

Der Einstieg entscheidet über den Erfolg des gesamten Anschreibens. Eine direkte Bezugnahme auf die Stelle wie „I am excited to apply for the position of [Job Title], as advertised on [Source]“ zeigt gezielte Bewerbung. Alternativ starten Sie mit einem Statement zu Ihrer Kernkompetenz: „With extensive experience in [Your Field], I am well-prepared to contribute effectively to [Company’s Name] team.“ Der Hauptteil verknüpft Ihre Qualifikationen und Erfahrungen mit den Anforderungen der Stelle – belegt durch konkrete Beispiele und messbare Ergebnisse.

Im Schlussteil bekräftigen Sie Ihr Interesse und bitten um ein persönliches Gespräch: „I look forward to the opportunity to discuss how my skills and experiences align with the needs of your team.“ Die Grußformel lautet „Yours sincerely,“ wenn der Name des Adressaten bekannt ist, oder „Yours faithfully,“ bei unbekanntem Adressaten – das Komma hinter der Grußformel ist im britischen Englisch Standard.

Formulierungen und Phrasen für die englische Bewerbung

Die Qualität der Formulierungen entscheidet über die Wirkung der gesamten Bewerbung. Im englischen Cover Letter und CV setzen Sie auf aktive, zielorientierte Sprache. Passive Konstruktionen und Füllfloskeln schwächen Ihre Aussage. Die folgende Tabelle zeigt typische deutsche Standardphrasen und ihre professionellen englischen Entsprechungen.

Deutsche StandardphraseEnglische FormulierungBesonderheiten
Hiermit bewerbe ich mich…I am writing to apply for the position of…Direkter Einstieg mit Bezug zur Stelle
Ich verfüge über langjährige Erfahrung…I have extensive experience in…Aktive Formulierung statt Passivkonstruktion
Ich bin teamfähig und kommunikationsstarkMy strong communication skills and ability to work in cross-cultural teams…Soft Skills durch konkreten Kontext belegen
Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich freuenI look forward to the opportunity to discuss my application with youSelbstbewusster und direkter Abschluss
Mit freundlichen GrüßenYours sincerely, / Yours faithfully,Sincerely bei bekanntem Namen, Faithfully bei unbekanntem
Ich bin hochmotiviert…I am highly motivated to contribute to your company’s success…Motivation mit konkretem Beitrag verknüpfen
Zu meinen Stärken zählen…My key strengths include…Stärken immer mit Beispielen oder Ergebnissen belegen
Für Rückfragen stehe ich gerne zur VerfügungPlease do not hesitate to contact me if you require further informationProfessionelle Kontaktbereitschaft signalisieren

Verwenden Sie branchenspezifische Fachbegriffe korrekt und passen Sie Formulierungen individuell auf jede Position an. Schlüsselwörter aus der Stellenanzeige gezielt in Cover Letter und CV einzubauen, zeigt dem Personalentscheider, dass Sie die Anforderungen verstanden haben und Ihre Qualifikation darauf ausrichten.

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Arbeitszeugnis auf Englisch übersetzen

Wer sich bei internationalen Unternehmen bewirbt, kommt um die professionelle Übersetzung des Arbeitszeugnisses kaum herum. Besonders für Führungskräfte, die im angelsächsischen Raum arbeiten möchten, ist ein englisches Arbeitszeugnis ein Muss. Internationale HR-Abteilungen verlangen häufig einen „Reference Letter“ oder „Letter of Recommendation“, um die berufliche Qualifikation einzuschätzen.

Ein deutsches Arbeitszeugnis folgt klaren rechtlichen Vorgaben und enthält codierte Formulierungen wie „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“. Im Gegensatz dazu ist ein englischer Reference Letter persönlicher, individueller und direkter in der Beurteilung. Die Gesamtnote wird nicht als Ziffer ausgedrückt, sondern durch Wortwahl kommuniziert – etwa durch „We would gladly re-employ her at any time“ oder „We deeply regret his departure“. Diese kulturellen Unterschiede machen eine 1:1-Übersetzung unmöglich.

Eine professionelle Übersetzung beginnt mit der Analyse des deutschen Arbeitszeugnisses durch spezialisierte Übersetzer, die Erfahrung mit dem deutsch-englischen Zeugniskontext haben. Begriffe wie „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ werden sinngemäß übertragen – etwa als „performed to our complete satisfaction“ oder „always exceeded our expectations“. Für viele Bewerbungen bei internationalen Unternehmen oder Behörden ist eine beglaubigte Übersetzung durch einen vereidigten Übersetzer Pflicht. Die Anforderungen variieren je nach Zielland: Während in den USA oft ein einfaches Recommendation Letter ausreicht, verlangen europäische Institutionen häufig eine offiziell beglaubigte Übersetzung.

Referenzen, Zeugnisse und Zertifikate

Im englischsprachigen Raum ersetzen Referenzen und Recommendation Letters weitgehend die klassischen Arbeitszeugnisse. Mindestens zwei Referenzen von Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden sind Standard und ein fester Bestandteil jeder Bewerbung. Ein Letter of Recommendation hebt persönliche Stärken, fachlich relevante Erfahrung und die Zufriedenheit im Arbeitsverhältnis hervor – direkt, ehrlich und mit konkreten Beispielen.

Als Referenzpersonen eignen sich frühere Arbeitgeber, direkte Vorgesetzte oder Projektleiter, die Ihre Arbeitsweise und Persönlichkeit aus eigener Erfahrung kennen. Fragen Sie Referenzgeber immer persönlich an, bevor Sie deren Kontaktdaten in der Bewerbung angeben. Im CV werden Referenzen am Ende aufgeführt – entweder mit konkreten Kontaktdaten oder dem Hinweis „References available upon request“.

Zeugnisse und Zertifikate werden im angelsächsischen Bewerbungsprozess nur auf ausdrücklichen Wunsch nachgereicht. Für Führungskräfte gilt: Die Kombination aus professionell übersetztem Arbeitszeugnis und gezielten Recommendation Letters verschafft im internationalen Wettbewerb einen klaren Vorteil. Arbeitszeugnisse und Empfehlungsschreiben ergänzen sich ideal und können den entscheidenden Unterschied im Auswahlprozess machen.

Soft Skills in der englischen Bewerbung

Soft Skills spielen im internationalen Bewerbungsprozess eine entscheidende Rolle, da sie zeigen, ob ein Kandidat nicht nur fachlich, sondern auch persönlich ins Team passt. Arbeitgeber achten auf interkulturelle Kompetenz, Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Flexibilität. Die reine Aufzählung von Soft Skills überzeugt dabei nicht – entscheidend ist die Verknüpfung mit konkreten beruflichen Erfahrungen und messbaren Ergebnissen.

Statt zu schreiben „I have strong communication skills“ formulieren Sie mit Kontext: „My strong communication skills were key in coordinating a diverse project team, resulting in the on-time launch of [Project Name].“ Dieses Prinzip gilt für alle Soft Skills: Teamfähigkeit belegen Sie durch konkrete Teamprojekte, Problemlösungskompetenz durch bewältigte Herausforderungen, Anpassungsfähigkeit durch den Umgang mit Veränderungen in Ihrer Branche.

Im Cover Letter integrieren Sie die zwei bis drei relevantesten Soft Skills in den Fließtext und verknüpfen sie mit dem Anforderungsprofil der Stelle. Im CV führen Sie Soft Skills im Abschnitt „Skills“ auf und untermauern sie in der Work Experience durch Resultate. Häufig gefragte Soft Skills in internationalen Bewerbungen sind „leadership“, „adaptability“, „cross-cultural competence“, „initiative“ und „problem-solving“.

Unterschiede zwischen Deutschland, Großbritannien und den USA

Die Bewerbungsverfahren in Deutschland, Großbritannien und den USA weisen signifikante Unterschiede auf, die Bewerber kennen und berücksichtigen sollten. In Deutschland ist das Verfahren formeller: Bewerbungen beinhalten Anschreiben, detaillierten Lebenslauf, Zeugnisse und Zertifikate. Der Lebenslauf enthält persönliche Informationen wie Geburtsdatum und Familienstand, und Arbeitgeber legen großen Wert auf formale Qualifikationen.

In Großbritannien wird der CV (Curriculum Vitae) prägnanter gehalten als der deutsche Lebenslauf. Persönliche Daten wie Geburtsdatum oder Familienstand werden oft weggelassen. Britische Anschreiben sind fokussiert auf berufliche Erfolge und relevante Fähigkeiten, das Format ist etwas formeller und traditioneller. Im CV werden Referenzen angegeben – frühere Arbeitgeber, Kunden oder Kooperationspartner, die Sie vorher um Erlaubnis bitten. Auf dem CV ist weder ein aktuelles Datum noch eine Unterschrift üblich.

In den USA ist das Resume noch kompakter – oft nur eine Seite lang. Persönliche Informationen und Fotos sind nicht üblich, der Fokus liegt auf praktischen Erfahrungen und nachweisbaren Erfolgen. Amerikanische Anschreiben sind kurz, zielgerichtet und gehen direkt auf die Anforderungen des Unternehmens ein. Formale Qualifikationen und Zeugnisse spielen eine geringere Rolle als in Deutschland. Auch im Resume werden Referenzen erwartet, ein Datum und eine Unterschrift entfallen ebenfalls. Beachten Sie zudem die sprachlichen Unterschiede: „Labour“ im britischen Englisch, „Labor“ im amerikanischen.

Vorstellungsgespräch auf Englisch

Das Vorstellungsgespräch auf Englisch ist die Königsdisziplin im internationalen Bewerbungsprozess. Hier überzeugen Sie nicht nur durch Ihren Lebenslauf, sondern durch Kommunikation, Persönlichkeit und sichere Sprachkompetenz. Authentizität ist dabei wichtiger als perfekte Grammatik – bleiben Sie sich selbst treu und vermeiden Sie auswendig gelernte Phrasen.

Zu den häufigsten Fragen im englischen Interview gehören „Tell me about yourself“, „Why do you want to work for us?“, „What are your strengths and weaknesses?“ und „Describe a challenging project and how you managed it.“ Bereiten Sie auf diese Fragen prägnante Antworten vor, die Ihre Kernkompetenzen mit konkreten Beispielen belegen. Zeigen Sie einen klaren Bezug zur Position und wie Ihre Erfahrung dem Unternehmen nützt.

Die Vorbereitung umfasst gründliche Recherche zum Unternehmen, das Üben von Antworten auf typische Interviewfragen und das Vorbereiten eigener Fragen an den Interviewer. Wenn Sie nach einer Bewerbung zwei bis drei Wochen keine Rückmeldung erhalten, ist ein höfliches Nachfassen per E-Mail angemessen und zeigt Ihr Interesse. Nutzen Sie die Zeit nach dem Absenden der Bewerbung aktiv für die Gesprächsvorbereitung – idealerweise im Coaching oder im Übungsgespräch mit einem englischsprachigen Sparringspartner.

Häufige Fehler bei der Bewerbung auf Englisch

Die häufigsten Fehler bei der Bewerbung auf Englisch lassen sich mit gezielter Vorbereitung vermeiden. Der gravierendste Fehler ist die direkte Übersetzung des deutschen Lebenslaufs oder Anschreibens ins Englische. Wort-für-Wort-Übersetzungen wirken unbeholfen und zeigen mangelndes Verständnis für die Konventionen des Zielmarkts. Begriffe wie „Lebenslauf“ oder „Bewerbungsschreiben“ lassen sich nicht 1:1 übertragen – stattdessen verwenden Sie „CV“, „Resume“ und „Cover Letter“.

Weitere typische Fehler: die Angabe von Bewerbungsfoto, Geburtsdatum oder Familienstand (im angelsächsischen Raum unüblich), fehlende Referenzen (wirken unprofessionell), zu lange Lebensläufe (maximal zwei Seiten, in den USA idealerweise eine Seite) und die falsche Grußformel (die Verwechslung von „Yours sincerely“ und „Yours faithfully“ fällt Personalentscheidern sofort auf).

Ein weiterer kritischer Punkt: Standardisierte Bewerbungen ohne individuellen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle. Jede Bewerbung auf Englisch muss inhaltlich und formal auf die Position und das Unternehmen zugeschnitten sein. Verwenden Sie Schlüsselwörter aus der Stellenanzeige, belegen Sie Ihre Qualifikationen mit konkreten Beispielen und lassen Sie die Bewerbung von einem Muttersprachler oder professionellen Übersetzer gegenlesen. Reichen Sie Unterlagen im PDF-Format ein und prüfen Sie das Layout auf verschiedenen Endgeräten.

Im Durchschnitt nehmen sich Personalverantwortliche nur 30 bis 60 Sekunden für die Erstprüfung einer Bewerbung. Großkonzerne setzen sogar fast ganz auf KI-basierte CV-Parser. In beiden Fällen sind eine klare Strukturierung und sofort erkennbare Schlüsselinformationen unerlässlich für Ihren Bewerbungserfolg.
Christina Becker
Recruiting-Expertin

FAQ: Die Top 10 Fragen internationaler Entscheider

Welche Dokumente gehören zu einer Bewerbung auf Englisch?

Eine Bewerbung auf Englisch besteht im Kern aus dem Cover Letter (Anschreiben) und dem Lebenslauf – als CV (Curriculum Vitae) im britischen Raum oder als Resume im amerikanischen Raum. Ergänzt werden die Unterlagen durch mindestens zwei Referenzen von früheren Arbeitgebern oder Führungskräften. Zeugnisse, Zertifikate und Arbeitsproben werden im angelsächsischen Bewerbungsprozess nur auf ausdrückliche Nachfrage eingereicht. Auf ein Bewerbungsfoto wird verzichtet.

Der CV (Curriculum Vitae) ist im britischen Englisch Standard und umfasst in der Regel zwei Seiten mit einer ausführlichen Übersicht über Berufserfahrung und Qualifikationen. Das Resume ist im amerikanischen Raum gebräuchlich, kompakter (oft nur eine Seite) und stärker auf die jeweilige Stelle zugeschnitten. Beide Formate verzichten auf persönliche Daten wie Geburtsdatum, Familienstand oder Foto. Bei internationalen Bewerbungen sollten Sie prüfen, welches Format im Zielland erwartet wird.

Eine professionelle Übersetzung beginnt mit der Analyse des deutschen Arbeitszeugnisses durch spezialisierte Übersetzer mit Erfahrung im deutsch-englischen Zeugniskontext. Die codierte Zeugnissprache lässt sich nicht direkt übersetzen – „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ wird sinngemäß als „performed to our complete satisfaction“ übertragen. Für Bewerbungen bei internationalen Unternehmen oder Behörden ist häufig eine beglaubigte Übersetzung durch einen vereidigten Übersetzer erforderlich.

Referenzen sind im angelsächsischen Raum ein zentraler Bestandteil jeder Bewerbung und ersetzen weitgehend die klassischen Arbeitszeugnisse. Mindestens zwei Referenzpersonen – frühere Arbeitgeber, direkte Vorgesetzte oder Projektleiter – sollten angegeben werden. Fragen Sie Referenzgeber immer persönlich an, bevor Sie deren Kontaktdaten in der Bewerbung nennen. Im CV werden Referenzen am Ende aufgeführt oder mit „References available upon request“ vermerkt.

Setzen Sie auf aktive, direkte Sprache. Bewährte Einstiege sind „I am writing to apply for the position of…“ oder ein starkes Statement zur eigenen Kernkompetenz. Im Hauptteil verknüpfen Sie Qualifikationen mit konkreten Beispielen und messbaren Ergebnissen. Der Abschluss enthält einen klaren Call-to-Action: „I look forward to the opportunity to discuss how my skills and experiences align with the needs of your team.“ Die Grußformel lautet „Yours sincerely,“ bei bekanntem Namen oder „Yours faithfully,“ bei unbekanntem Adressaten.

Soft Skills werden nicht aufgezählt, sondern durch konkrete berufliche Beispiele belegt. Statt „I have strong communication skills“ formulieren Sie mit Kontext: „My strong communication skills were key in coordinating a diverse project team, resulting in the on-time launch of [Project Name].“ Integrieren Sie die relevantesten Soft Skills in den Cover Letter und untermauern Sie sie im CV-Abschnitt Work Experience durch Resultate.

Die häufigsten Fehler sind: direkte Übersetzung des deutschen Lebenslaufs (Wort-für-Wort-Übersetzungen wirken unbeholfen), Angabe von Bewerbungsfoto, Geburtsdatum oder Familienstand (im angelsächsischen Raum unüblich), fehlende Referenzen, zu lange Lebensläufe (maximal zwei Seiten) und die Verwechslung von „Yours sincerely“ und „Yours faithfully“. Jede Bewerbung muss individuell auf die Stelle zugeschnitten und im PDF-Format eingereicht werden.

 

In Deutschland ist das Verfahren formeller mit Anschreiben, detailliertem Lebenslauf, Zeugnissen und persönlichen Daten. In Großbritannien wird der CV prägnanter gehalten, persönliche Daten werden weggelassen, Referenzen sind Standard. In den USA ist das Resume noch kompakter (oft eine Seite), der Fokus liegt auf praktischen Erfahrungen und nachweisbaren Erfolgen, formale Qualifikationen spielen eine geringere Rolle. In beiden englischsprachigen Märkten entfallen Foto, Datum und Unterschrift auf dem Lebenslauf.

 

Bereiten Sie prägnante Antworten auf Standardfragen vor: „Tell me about yourself“, „Why do you want to work for us?“, „What are your strengths and weaknesses?“ und „Describe a challenging project and how you managed it.“ Recherchieren Sie das Unternehmen gründlich, bereiten Sie eigene Fragen vor und üben Sie im Coaching oder mit einem englischsprachigen Sparringspartner. Authentizität ist wichtiger als perfekte Grammatik.

 

Ja, der Cover Letter ist bei jeder Bewerbung auf Englisch ein wichtiger Bestandteil und oft noch wichtiger als der Lebenslauf. Er zeigt Ihre Motivation, Ihren Fit für die Position und gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Persönlichkeit zu präsentieren. Der Cover Letter ist maximal eine Seite lang und wird individuell auf die Stelle, das Unternehmen und die Anforderungen zugeschnitten. Reichen Sie Cover Letter und CV als PDF-Dokument ein.