Blogbeitrag Aufbau Bewerbungsschreiben

Bewerbungstipps #8: Das Bewerbungsschreiben, Der richtige Aufbau Teil 2 – Die inhaltliche Struktur

Während ich im Artikel: https://professionellbewerben.de/bewerbungstipps-7-das-bewerbungsschreiben-der-richtige-aufbau-teil-1-die-aeussere-form/ auf den formalen Aufbau eines Anschreibens eingegangen bin, hast du bestimmt bemerkt, dass der Aufbau des Hauptblocks nicht Thema war.

Das habe ich extra so unterteilt, da der Textblock der Hauptteil des Bewerbungsschreibens ist und meiner Meinung nach in ein separates Thema gehört.

 

Dieser Haupttextblock wird gegliedert in folgende 5 Teile:

  1. Einleitung
  2. Qualifikationen & Kenntnisse (Hard Skills)
  3. Soziale Kompetenz (Soft Skills)
  4. Motivation
  5. Schlussatz

 

  1. Die Einleitung

Die beste Einleitung ist immer auf ein bereits geführtes Gespräch verweisen zu können.

Hast du den Personalverantwortlichen oder einen Stellvertreter schon auf einer Recruiting-Messe getroffen? Oder hast du bereits bei der Firma angerufen und mit ihm telefoniert? Prima, dann hast du einen super Aufhänger für einen Einstieg.

 

„Sehr geehrter Herr Meier,

vielen Dank für das informative und aufschlussreiche Telefongespräch/ Gespräch gestern Vormittag/ auf der XYZ-Messe in ABC. Es hat mich in meinem Wunsch bestärkt mich bei Ihnen zu bewerben.“

 

Falls keine Telefonnummer angegeben oder der Personalverantwortliche nicht zu sprechen ist, gestaltet sich der Einstieg ein wenig schwieriger.

Du musst jetzt mit deinem ersten Satz erreichen, dass sich der Personalverantwortliche mehr als die üblichen 60 Sekunden Zeit nimmt und sich deine Bewerbung genauer ansieht.

Ich bin in solchen Fällen immer für einen kreativen Einstieg, der dem Personaler zeigt, dass es wirklich diese Firma und genau diese Stelle ist, auf die du dich bewirbst und keine Massenbewerbung.

 

Kreative Einstiegssätze können beispielsweise sein:

„Sehr geehrter Herr XY,

mein erstes Brettspiel als Kind, an das ich mich erinnern kann, war das Ravensburger Spiel „Tempo, Kleine Schecke!“. Seit diesem Zeitpunkt begleiten mich die Spiele und Produkte Ihrer Firma durch meine Kindheit, meine Jugend und auch jetzt noch durch mein Leben.“

 

So hast du auch gleich einen Unternehmensbezug hergestellt. Eine deutschlandweite Umfrage zeigt, dass Bewerbungen ohne Unternehmensbezug für 67% der Personaler ein K.O.-Kriterium darstellen.

Als zweiten Satz kannst du dann die Eignung für diesen Job gleich anhängen und so zum zweiten Teil des Textblocks überleiten.

„Für die Stelle als … bringe ich bereits erste Erfahrungen in … durch ein Praktikum bei … mit.“ (für Berufsanfänger).

„Für die Stelle als … kann ich eine 10-jährige Berufspraxis als … im Bereich … mit den Schwerpunkten … sowie … nachweisen.“(für Berufserfahrene)

 

  1. Deine Qualifikationen & Kenntnisse (Hard Skills)

In diesem Teil des Anschreibens geht es ums Ganze. Hier musst du den Personalverantwortlichen argumentativ und emotional davon überzeugen, dass du der richtige Kandidat oder die richtige Kandidatin für die freie Stelle bist.

Nimm dir deshalb Zeit, um die Stellenanzeige genau durchzuarbeiten und zu prüfen welche Qualifikationen und Erfahrungen gefordert und gewünscht sind. Um deine Chancen zu verbessern solltest du dich in erster Linie mit den Punkten beschäftigen, welche du auch belegen kannst. „Ich habe weitreichende Erfahrungen im Projektmanagement.“ hört sich vielleicht im ersten Moment gut an, aber behaupten kann das schließlich jeder. Beleg deshalb anhand von Beispielen und Projekten, dass du über die gewünschten Fähigkeiten verfügst.

Falls du Hilfe bei der Entschlüsselung der Stellenanzeige benötigst, findest du in diesen Artikeln hilfreiche Tipps:

 

Bewerbungstipps #5: Stellenanzeigen richtig entschlüsseln, Teil 1 – Welche Qualifikationen sind gefragt?

Bewerbungstipps #6: Stellenanzeigen richtig entschlüsseln, Teil 2 – Welche Schlüsselwörter sind wichtig?

 

  1. Deine soziale Kompetenz (Soft Skills)

Ein guter Mitarbeiter ist keiner, der zwar super Noten und jede Menge Berufserfahrung aufweisen kann, aber über keinerlei soziale Kompetenzen verfügt.

Hier ist der richtige Platz um auf beispielsweise folgende Soft Skills einzugehen:

  • Teamfähigkeit
  • Engagement
  • Belastbarkeit
  • Disziplin
  • Motivation
  • Interkulturelle Kompetenz

 

Aber auch hier solltest du nicht einfach Behauptungen aufstellen. Du bist sehr engagiert in deinem Job? Das ist klasse. Jetzt musst du dir nur noch überlegen wann und wo du das bei deinen letzten Jobs gewinnbringend einsetzen konntest.

 

  1. Die eigene Motivation

Falls du nicht schon in der Einleitung auf deine Motivation eingegangen bist, warum du in diesem Unternehmen arbeiten möchtest, ist jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.

Reizen dich die Aufstiegschancen im Unternehmen? Oder bist du begeistert von einem Produkt, das die Firma herstellt? Oder vielleicht schätzt du die internationale Ausrichtung?

Was immer es ist, schreib es rein! Wie schon unter Punkt 1 erklärt, führt ein fehlender Unternehmensbezug oft schon zum Ausschluss der Bewerbung.

 

  1. Der Schluss

Der Schlusssatz ist oftmals genau so schwierig wie der Einstieg.

Anregungen für einen guten Schlusssatz findest du beispielsweise in diesem Blogbeitrag:

Bewerbungstipps #7: Das Bewerbungsschreiben, Der richtige Aufbau Teil 1 – Die äußere Form

 

Mit ein bisschen Übung ist das alles kein Hexenwerk. Deshalb sei nicht enttäuscht, wenn auf die ersten Bewerbungen hauptsächlich Absagen zurückkommen. Jeder muss erst einmal lernen sich richtig zu vermarkten. Aber du wirst sehen, spätestens bei der 10. oder 15. Bewerbung funktioniert es schon richtig gut!

 

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deinen Bewerbungen!

Falls du Hilfe mit deiner Bewerbung benötigst, helfen wir dir natürlich gerne weiter!

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