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Bewerbungstipps #6: Stellenanzeigen richtig entschlüsseln, Teil 2 – Welche Schlüsselwörter sind wichtig?

Im ersten Teil zum Thema Stellenanzeigen („Bewerbungstipps #5: Stellenanzeigen richtig entschlüsseln, Teil 1 – Welche Qualifikationen sind gefragt?„) ging es um Hard und Soft Skills und darum, welche Qualifikationen „Muss“- und welche „Kann“-Anforderungen sind.

In diesem Teil geht es darum, das eigene Bewerbungsanschreiben an das anzupassen, was von den Personalverantwortlichen gesucht wird – allerdings möglichst nicht, indem ganze Sätze übernommen und einfach umgeschrieben werden!

Dazu muss zuerst die Stellenanzeige aufgeschlüsselt werden.

 

Erster Schritt: Selbstbild des Unternehmens entschlüsseln

Hilfreich sind dazu folgende Fragen:

  • Handelt es sich bei dem Unternehmen um einen Konzern? Oder um ein mittelständisches Familienunternehmen? Oder stammt die Stellenanzeige aus dem Bereich des öffentlichen Dienstes?
  • Ist dein erster Eindruck der Stellenanzeige eher modern? Konservativ? Sachlich? Dynamisch?
  • Ist das Unternehmen auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen besonders stolz?
  • Werden in der Stellenanzeige bestimmt Marketing-Slogans verwendet?

 

Diese Fragen drehen sich um die Selbstpräsentation des Unternehmens.

Je nachdem wie ein Unternehmen sich präsentiert (modern, traditionell, konservativ, dynamisch etc.) können Sie das für die Anpassung Ihrer Bewerbungsunterlagen nutzen.

 

Zweiter Schritt: „Muss“- und „Kann“-Qualifikationen belegen

Im zweiten Schritt geht es darum die gewünschten Qualifikationen wiederzugeben und diese zu belegen ohne es abgekupfert klingen zu lassen.

Die Möglichkeiten hierbei sind sehr vielfältig, aber es ist auch nicht ganz einfach.

Ein Beispiel aus dem Werk „Das große Bewerbungshandbuch“ von Püttjer & Schnierda, wird dir deutlicher machen was ich meine.

Wenn in einer Stellenanzeige angegeben wird „Erfahrung im Produktmanagement sind erforderlich“, kannst du natürlich schreiben:

„Erfahrungen im Produktmanagement kann ich durch …. nachweisen.“

 

Eleganter wird es allerdings, wenn du die Erfahrungen im Projektmanagement eher so ansprichst:

„Wesentliche Aufgaben meiner momentanen Tätigkeit sind die Rückmeldungen von Kundenwünschen in die Produktentwicklung und die Abstimmung von Verkaufsförderungsaktionen mit dem neuen Produktmanagement. An der Entwicklung und Markteinführung eines neuen Produkts war ich bereits in einer abteilungsübergreifenden Projektgruppe beteiligt.“

 

Hier wird deutlich gemacht, dass der Bewerber über die gewünschte Qualifikation verfügt ohne diese explizit zu nennen.

 

Was aber, wenn du einige der geforderten Qualifikationen nicht hast?

 

„Muss“-Qualifikationen sind schwierig zu ersetzen, falls sie nicht vorhanden sind.

Bei Kann-Anforderungen ist das etwas leichter. Hier kannst du überlegen, ob du Qualifikationen bieten kannst, die der Arbeitgeber als gleichwertig ansieht.

Beispielsweise sind SAP-Kenntnisse als „Kann“-Qualifikation gefordert – du beherrschst aber kein SAP. Dafür bist du spitze in anderen Tabellen- und Datenbankprogrammen.

 

Dein Satz könnte also so aussehen:

„Die Arbeit mit unterschiedlichen Tabellenkalkulations- und Datenbankprogrammen gehört zu meinen täglichen Aufgaben. In neue Programme arbeite ich mich stets schnell ein.“

 

Damit signalisierst du, dass du auch diese Hürde mit Bravour nehmen wirst.

 

Ich hoffe diese Tipps helfen dir weiter.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Schreiben deiner Bewerbung!

 

Falls du Hilfe bei deiner Bewerbung benötigst, helfen wir dir natürlich gerne weiter!

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