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Bewerbungstipps #2: Der Aufbau einer Bewerbung, Teil 2 – Bewerbungsschreiben: Mit dem Inhalt überzeugen!

Nachdem ich im Beitrag „Der Aufbau einer Bewerbung, Teil 1 – Bewerbungsschreiben: Schon im ersten Absatz punkten!“ auf den Einstieg in das Bewerbungsanschreiben eingegangen bin, geht es in diesem Teil um den Inhalt des Bewerbungsanschreibens.

 

Über das Anschreiben gibt es viele Halbwahrheiten im Netz. Von „Das Anschreiben ist doch einfach nur ein Begleitbrief zu den Bewerbungsunterlagen. Es reicht, wenn man ein paar Zeilen schreibt, die auf den Lebenslauf verweisen.“ bis hin zu „In das Anschreiben gehört alles rein, was du jemals gemacht hast! Und nur nicht an Fremd- und Fachwörtern sparen!

 

Beide Aussagen sind, gelinde gesagt, nicht ganz richtig.

 

Das Anschreiben als wichtigster Teil der Bewerbung

 

Laut unserer Gespräche mit verschiedenen Personalern, Geschäftsführern und CEO‘s ist das Anschreiben eine Art Selbstreflexion über die eigenen beruflichen Kenntnisse und Qualifikationen. Es ist sozusagen eine erste Arbeitsprobe.

Mit dieser Arbeitsprobe soll für den Personaler schon vor dem ersten Gespräch die Frage geklärt werden, ob der Bewerber zur ausgeschriebenen Stelle passt. Und diese Frage sollte von dir selbst beantwortet werden. Am besten durch Tatsachenbelege. Denn mal ganz ehrlich: Papier ist geduldig, oder?

 

Was in ein aussagekräftiges Anschreiben gehört

Als kleine Hilfe kannst du dir überlegen was für eine Art Mitarbeiter für die Stelle als XY gesucht wird. Danach musst du als Bewerber darstellen, dass du über die passenden fachlichen Kenntnisse und persönlichen Fähigkeiten verfügst.

Deshalb sollten die Anforderungen in der Stellenanzeige und die eigenen Qualifikationen verknüpft werden. Dabei hilft es zu überlegen wo und wann diese Kenntnisse und Fähigkeiten schon einmal erfolgreich angewendet wurden.

 

Ein Beispiel:

Ein Unternehmen sucht einen Projektleiter für die Betreuung einzelner Kunden und die Realisierung verschiedener Projekte

 

Der Beleg deiner Kenntnisse:

Zurzeit bin ich für die Betreuung des Kunden XY in unserem Werk in ABC zuständig. Dabei besteht mein Tagesgeschäft in der Leitung folgender Projekte für diesen Kunden: …

 

Die Personaler möchten wissen, ob du schon Erfahrung auf dem Gebiet vorweisen kannst, welches sie neu besetzen möchten. Bei Berufsanfängern können das auch Praktika und/oder Ferienjobs sein.

 

 

Soft Skills ins Anschreiben

Immer wieder werden wir gefragt, ob Softskills auch in ein Anschreiben gehören. Auf vielen Seiten im Internet stehe schließlich, man solle keine leeren Worte wie „teamfähig“, „belastbar“ oder „proaktiv“ benutzen.

 

Das ist insofern richtig, dass die meisten Personaler diese Wörter schon nicht mehr sehen können, so willkürlich werfen Bewerber damit um sich.

 

Du solltest die geforderten Soft Skills nicht einfach nur aufzählen, sondern mit Fakten belegen und untermauern. Ein Beispiel für eine Formulierung auf die Anforderung „Eigeninitiative“ wäre beispielsweise:

 

„Im Rahmen meines derzeitigen Jobs konnte ich innerhalb eines eigenen Projekts ein neues Management-Tools entwickeln, welches die Planungseffizienz bei Großaufträgen um …% steigert.“

 

Damit sagst du nicht, dass du gerne Eigeninitiative zeigst, sondern du beweist bzw. belegst es.

 

Wenn du eine Fähigkeit unterstreichen möchtest, kannst du sie auch zuerst nennen und dann belegen. Das ist besonders für weniger geübte Bewerbungsschreiber die einfachere Variante.

 

Denk daran: Ein Personaler hat schon so viele aufgeblähte Bewerbungen gesehen. Er möchte belegte Argumente dafür bekommen, dass du für diesen Job geeignet bist!

 

 

Falls du Bewerbungshilfe benötigst, helfen wir dir natürlich gerne weiter!

 

Erfolgreich bewerben mit professionellen und individuellen Bewerbungsschreiben, Lebensläufen sowie kompletten Bewerbungen, geschrieben von Experten.

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