Vorstellungsgespräch

Bewerbungstipps #19: Aus der Masse herausstechen, Teil 3 – Wie du dich persönlich abhebst

In den ersten beiden Teilen dieser Artikelreihe ging es darum deine Bewerbung von den anderen Bewerbern inhaltlich und optisch abzuheben.

Nun bist du super glücklich, da du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen hast. Aber wie schaffst du es nun dich auch im Vorstellungsgespräch abzuheben?

Als erstes solltest du dir klar machen, dass Personaler in der Regel sehr gute Menschenkenner sind. Es ist ihr Job, Bewerber schnell einzuschätzen und danach zu beurteilen, ob sie auf die Stelle und in das Unternehmen passen.

Wie also kannst du nun überzeugen und dich positiv abheben?

Ein ganz wichtiges Wort ist hierbei „Authentizität“, also Echtheit.

Der Personaler wird es wahrscheinlich ganz schnell merken, wenn du versuchst dich zu verstellen, dich besser dazustellen als du bist und ein Praktikum oder ein Teilzeitjob zu einer Position mit super viel Verantwortung aufbauschst. Außerdem kann ein Arbeitsvertrag auch im Nachhinein noch fristlos gekündigt werden, wenn der Bewerber in seinen Unterlagen falsche Angaben gemacht hat, welche für die Einstellung relevant waren. Hier sind beispielsweise die Angaben „Gute“ oder „Sehr gute Kenntnisse“ eines bestimmten Programmes häufig, von welchem der Bewerber in der Praxis keine Ahnung hat

 

Der erste Tipp lautet also: Bleib authentisch und ehrlich!

 

Selbstverständlich versucht jeder Mensch sich in einem möglichst guten Licht zu präsentieren und viele Menschen unterschätzen sich selbst und ihre Fähigkeiten sogar.

Deshalb ist es wichtig vor einem Bewerbungsgespräch die eigenen Stärken und Schwächen ehrlich zu reflektieren und nicht wie 100 andere Bewerber dieselben vermeintlichen „Schwächen, die keine sind“ zu verwenden, wie „zu perfektionistisch“ oder „zu ungeduldig“. Damit wirst du zu einem Teil desselben Einheitsbreis wie die restlichen 99 anderen Bewerber auch.

Über leg dir stattdessen wirklich realistische Schwächen, die du tatsächlich hast, welche dich allerdings nicht gleich aus dem Rennen werfen und gib im Vorstellungsgespräch auch gleich dazu an, was du tust, um an diesen Schwächen zu arbeiten.

 

In diesem Zusammenhang ist auch das Thema „Augenhöhe“ ein ganz wichtiges.

Du solltest versuchen dich dem Personaler gegenüber auf Augenhöhe zu bewegen. Das ist nicht ganz einfach, vor allem wenn du Berufseinsteiger bist oder eventuell einen Beruf hast, in welchem du selten mit Führungskräften zu tun hast.

Aber viele Bewerber versuchen einen möglichst guten Eindruck zu machen „um überhaupt nur irgendeinen neuen Job“ zu bekommen.

Diese Haltung sind Personaler schon gewohnt, weshalb du dich gut von den anderen Kandidaten abheben kannst, in dem du dir selbst klar machst, dass dein€ Gegenüber auch nur (ein) Mensch(en) ist/sind.

 

Mein zweiter Tipp ist also: Bleib freundlich und verbindlich, aber nicht unterwürfig, sondern auf Augenhöhe mit deinem Gegenüber!

 

Weitere Artikel zu diesem Thema findest du auch hier auf unserem Blog unter folgenden Links:

Bewerbungstipps #15: „Punkten im Vorstellungsgespräch – Wie du einen professionellen Eindruck vermittelst und danach genau den Job hast, den du auch willst, Teil 1“

Bewerbungstipps #16: „Punkten im Vorstellungsgespräch – Wie du einen professionellen Eindruck vermittelst und danach genau den Job hast, den du auch willst, Teil 2“

 

Der dritte Tipp, den ich dir gerne mitgeben möchte ist folgender:

Jedes Bewerbungsgespräch besteht im Wesentlichen nur aus drei großen Blöcken.

  • „Wer sind Sie?“
  • „Warum sollte ich ausgerechnet Sie einstellen?“
  • „Warum wollen Sie diesen Job?“

 

Innerhalb dieser Blöcke gibt es selbstverständlich zahlreiche Fragen mit unendlichen Variationen, welche du vor einem Vorstellungsgespräch so gar nicht alle durcharbeiten kannst – schon gar nicht mit auswendig lernen der perfekten Antworten.

Überlege dir also ganz zu Anfang eines Bewerbungsprozesses ausführliche Antworten zu diesen drei Fragen. Dabei sollten diese Antworten mehr als nur ein oder zwei Sätze enthalten.

Mach dir selbst klar, wer du bist, was du möchtest und was du dem Unternehmen bieten kannst, was Mitbewerber eventuell nicht mitbringen oder was dich auszeichnet und was auch deine bisherigen Chefs, Kollegen und eventuell auch Freunde (fachlich) an dir schätzen.

Damit bist du schon auf einem guten Weg, um die gestellten Fragen gut beantworten zu können.

Denn viele Menschen wissen gar nicht wirklich WER sie sind, WAS sie können und vor allem auch WAS sie wollen und vom Leben erwarten.

 

Ich hoffe ich konnte dir einige Anregungen für dein nächstes Vorstellungsgespräch geben und wenn du möchtest, schau dich doch noch ein bisschen auf unserem Blog um. Hier findest du noch viele weitere interessante und hilfreiche Blogbeiträge zu den Themen Bewerbungen und Vorstellungsgespräche.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Bewerbungen und falls du Hilfe mit deiner Bewerbung benötigst, helfen wir dir natürlich gerne weiter!

Erfolgreich bewerben mit professionellen und individuellen Bewerbungsschreiben, Lebensläufen sowie kompletten Bewerbungspaketen, geschrieben von Akademikern, Personalern und Experten verschiedenster Branchen.

Vorheriger Beitrag
Bewerbungstipps #18: Aus der Masse herausstechen, Teil 2 – Wie du deine Bewerbung inhaltlich abhebst
Nächster Beitrag
Bewerbungstipps #20: Bewerbung über 50 – Worauf Bewerber und Bewerberinnen achten sollten

Ähnliche Beiträge

Menü