Soft Skills

Bewerben mit Soft Skills – Beispiele für Anschreiben und Lebenslauf

Bei der Betreuung unserer Kunden werden wir immer wieder nach den sogenannten „Hard Skills“ und „Soft Skills“ gefragt.

Welche sind in einer Bewerbung wichtiger? Mit welchen kann ich punkten? Und werden Soft Skills von den Personalern überhaupt beachtet? Oder zählen da vielleicht doch nur Fachkompetenz, ein stringenter Lebenslauf und die Menge an relevanter Berufserfahrung?

Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick und beantworten die häufigsten Fragen unserer Kunden.

Inhalt

    1. Einleitung
    2. Welche Fähigkeiten gehören denn zu den Soft Skills?
    3. Wie und mit welchen dieser Fähigkeiten können Sie punkten?

Einleitung

Vor allem Kundinnen und Kunden, welche sich gerne auf Stellen bewerben möchten, welche nicht ganz Ihrem Fachgebiet entsprechen, für welche Sie nicht alle gewünschten Fachkenntnisse mitbringen oder denen die geforderte Berufserfahrung fehlt, möchten gerne ihre Soft Skills in den Vordergrund stellen, um damit die nicht vorhandenen Hard Skills zu kompensieren.

Doch funktioniert dann?

Meistens sind das Quereinsteiger*innen, Widereinsteiger*innen oder Auszubildende und Studenten auf der Suche nach ihrem ersten Job. Aber durchaus auch Arbeitnehmer, welche sich auf einen nächsthöheren Posten bewerben möchten, aber nicht ganz sicher sind, nach welchen Kriterien ausgewählt wird, fragen uns um Rat.

Dabei stellen sie immer wieder die gleichen Fragen:

  • Worauf kommt es an, wenn ich mich in meiner Bewerbung vorteilhaft darstellen und positionieren möchte?
  • Kommt es nicht vor allem auf die Berufsausbildung und die Berufserfahrung an? Und auf einen lückenlosen, gradlinigen Lebenslauf?

Selbstverständlich haben Bewerber mit einem lückenlosen und passenden Lebenslauf immer noch die besseren Chancen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden als Quereinsteiger*innen, Berufsanfänger*innen oder Bewerber mit (größeren) Lücken im Lebenslauf.

Aber auch Bewerber*innen mit keinem „perfekten“ Lebenslauf haben durchaus Chancen, sich erfolgreich zu positionieren. Und zwar mit den so genannten Soft Skills und Ihrem daraus resultierenden Kompetenzportfolio.

Welche Fähigkeiten gehören denn zu den Soft Skills?

Soft Skills sind alle die Kompetenzen, welche nicht in die Kategorie „Fachwissen“ passt.

Also beispielsweise hat die Krankenschwester das Wissen darüber, wie man Katheter legt, wie man Arzneimittel verabreicht und wie man Verbände wechselt. Das alles gehört zu den sogenannten „Hard Skills“, den fachlichen Fähigkeiten eines Bewerbers. Mitgefühl, Einfühlungsvermögen und Belastbarkeit, was ja speziell in diesem Beruf sehr wichtige Fähigkeiten sind, gehören jedoch zu den Soft Skills und können meistens nicht oder nur sehr schwer erlernt werden. Diese Soft Skills sind vielmehr in der Persönlichkeit eines Menschen verankert.

Doch was genau sind denn jetzt diese berühmten „Soft Skills“?

Hier einen Auszug aus den meistgenannten:

  • Zielorientierung
  • Kommunikative Kompetenz
  • Empathie
  • Flexibilität
  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Kreativität
  • Prozessorientierung
  • Kritikfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Verhandlungsgeschick
  • Organisationstalent
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Analysefähigkeit
  • Stringenz (ganzheitliche Betrachtung von Sachverhalten)
  • Hands-On-Mentalität
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Führungsfähigkeit
  • Sorgfalt

So, das sind nun schon ganz schön viele Soft Skills.

Keine Sorge, kein Bewerber muss über alle diese Fähigkeiten verfügen. Es werden ja auch nicht alle diese Soft Skills in jeder Position gebraucht.

Wo eine Krankenschwester belastbar sein muss, muss ein Sachbearbeiter vielleicht keine hohe Belastbarkeit, aber dafür ein ausgeprägtes Verhandlungsgeschick mitbringen.

Oder nehmen wir als weiteres Beispiel den Ingenieur, welcher eventuell eher prozessorientiert, als kreativ handeln muss – ganz im Gegensatz zum Junior Marketing Manager, welcher eher kreativ und kommunikativ sein sollte.

Jeder Bewerber sollte vor und während der Erstellung seiner Bewerbungsunterlagen einmal in sich gehen und sich seine Stärken vor Augen führen. Danach müssen diese Stärken allerdings noch mit dem Anforderungsprofil des Unternehmens abgestimmt werden.

Was für eine Art Mensch sucht das Unternehmen? Kreativ, teamfähig und kommunikativ? Oder eher verhandlungsorientiert, durchsetzungsstark und konfliktfähig? Was für Soft Skills erfordert die zu besetzende Stelle?

Wenn Sie mit Kunden zu tun haben, welche nur erste Informationen über Produkte und Dienstleistungen haben möchten, benötigen Sie andere Soft Skills, als wenn sie am Ende einer Beschwerde-Hotline arbeiten und überwiegend mit verärgerten Kunden zu tun haben.

Doch wie können Sie mit Ihren Fähigkeiten nun punkten, wenn Sie sie herausgefunden haben?

Wie und mit welchen dieser Fähigkeiten können Sie punkten?

Als erstes sollten Sie sich die Stellenausschreibungen ganz genau ansehen.
Welche Hard und Soft Skills werden gefordert?

Schreiben Sie sich diese raus oder markieren Sie sie.

Nun versetzen Sie sich in die Position des Personalers. Was möchte er als erstes im Eingangssatz des Anschreibens von Ihnen lesen? Genau, weshalb gerade Sie für die Stelle geeignet sind und welche Kompetenzen Sie mitbringen.

Sie bringen neben den herausgearbeiteten Soft Skills auch noch die gewünschten Hard Skills (passende Ausbildung, Weiterbildung, Berufserfahrung etc.) mit? Super, dann starten Sie im Anschreiben damit und gehen dann im nächsten Block zu den Soft Skills über.

Leider verfügend Sie nicht über die gewünschte Ausbildung, haben nicht die geforderten Jahre Berufserfahrung oder Ihnen fehlt eine bestimmte Weiterbildung? Ist auch nicht schlimm, dann konzentrieren Sie sich im Einstieg auf die Soft Skills.

Achten Sie hierbei bitte allerdings verstärkt darauf, dass Sie die richtigen Soft Skills aufführen. Wer bei der Assistenz des Werksleiters „teamfähig“ angibt zeigt damit nur, dass er die Position und damit den Job und die Aufgaben nicht verstanden hat. Hier sind eher Eigenschaften wie Belastbarkeit, Diskretion, Flexibilität und Zuverlässigkeit gefragt.

Achten Sie allerdings darauf, dass Sie nur drei Soft Skills aufführen. Bei der Nennung zu vieler vorteilhafter Eigenschaften, wirken Sie schnell nicht mehr glaubwürdig. Außerdem sollten Sie die Attribute nicht einfach nur lieblos aufzählen, sondern diese Qualifikationen auch belegen. Das können sei beispielsweise gut indem Sie aufführen, wann Sie welche Qualifikationen in ihrer bisherigen Laufbahn, während sozialem Engagement oder innerhalb Ihres Privatlebens gewinnbringend einsetzen konnten.

Innerhalb Ihres Lebenslaufes verraten die von Ihnen aufgeführten Aufgaben ebenfalls eine Menge über Ihre Persönlichkeit – ebenso wie Ihre Hobbies.

Tätigkeiten wie „abteilungsübergreifende Projektplanung“ ist ebenso ein Zeichen für Teamfähigkeit, wie Mannschaftssportarten und Sport im Verein.

„Alleinige Verantwortung während des Nachtdienstes auf Station“ an der Spitze Ihrer derzeitigen Aufgaben deutet dagegen ebenso wie das Hobby „Marathon“ auf Belastbarkeit, Disziplin und einen Einzelkämpfer hin.

Wer „Musizieren“ in seinem Lebenslauf aufgeführt hat wird beispielweise als lernbereit angesehen und als Mensch mit Einfühlungsvermögen. Wenn jemand „Lesen“ als alleiniges Hobby angibt, wird dieser hingegen oft schnell als Alleingänger oder als schüchterner und zurückgezogener Mensch betrachtet.

Achten Sie also in Ihrem Lebenslauf nicht nur auf die Darstellung Ihrer Aufgaben, sondern auch auf Ihre Hobbies.

Und sollten Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen, sind wir von Professionell Bewerben jederzeit gerne für Sie da!

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